Filme über Bärenreiter

Searching for the True Beethoven

Was wollte Beethoven? Seine Handschrift gilt Laien oft als schwer leserlich, und auch Fachleute brauchen lange Übung, um sie entziffern zu können. Doch ein so bedeutender Komponist wie Ludwig van Beethoven, an dessen Geburtstag vor 250 Jahren sich 2020 die ganze Welt erinnert, verdient es, dass man das letzte Detail akribisch aus seinen Manuskripten und anderen Quellen herausliest. Das ist das Konzept von „Bärenreiter Urtext“. Der neue Film „Searching for the True Beethoven. Bärenreiter Urtext Editions” zeigt, wie die Beethoven-Editionen entstehen. „Hauptdarsteller“ ist der englische Beethoven-Experte Jonathan Del Mar, dessen Ausgaben der Sinfonien, Konzerte, Streichquartette und Klaviersonaten inzwischen Weltruhm haben. Er erklärt, wie er vorgeht, damit Musiker wie Sir Simon Rattle, Igor Levit oder das Pierrot Quartett die Musik des Genies aus Bonn so spielen können, wie der Komponist es beabsichtigte. Sie kommen in dem Film ebenfalls zu Wort und erklären, wie die Arbeit des Herausgebers in der Praxis angekommen ist.

Bärenreiter Urtext



Der berühmte Dirigent und Musikwissenschaftler Christopher Hogwood († 2014) nimmt Sie mit auf eine Reise in den Bärenreiter-Verlag und führt Sie hinter die Kulissen. Sie erhalten so einen Einblick in den Editions- und Entstehungsprozess einer Urtextausgabe und in die Geschichte und Arbeitsweise dieses großen, familiengeführten Musikverlags.

Im Film erklingen folgende Werke:

Johannes Brahms: „Albumblatt für Klavier”
BÄRENREITER URTEXT, herausgegeben von Christopher Hogwood, BA 9606
Eingespielt von Seiko Amano-Harborth in der Bärenreiter-Bibliothek

Johannes Brahms: „Trio für Violine, Horn (Viola oder Violoncello) und Klavier op. 40”
BÄRENREITER URTEXT, herausgegeben von Christopher Hogwood. BA 9435
Mitschnitt einer Meisterklasse mit Christopher Hogwood an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (4. Juni 2012) unter Mitwirkung von Chenjun Fan (Violine), Cécile Dorchêne (Violine/Darmsaiten), Elen Guloyan (Bratsche), Michael Preuß (Violoncello), Yan Su (Klavier), Sung-Jae Kim (Klavier), Tobias Hartlieb (historischer Flügel), Catherine Eisele (Horn), Georg Köhler (Naturhorn).

Regie, Konzept, Produktionsleitung, Schnitt: Susanne Minke; Kamera: Fabian Hentzen; Ton: Johanna Leistner; Farbkorrektur: VERINET, München; Tonmischung: Echoplex, Berlin; Sprecher: Marei Ahmia, Steve Taylor, Holger Franke; Fotos: Johanna Leistner, Paavo Blåfield