Urtext

Das Signet „Bärenreiter Urtext“ gilt in der internationalen Musikwelt als Synonym für praktische Ausgaben eines nach klaren wissenschaftlich-kritischen Kriterien erarbeiteten Notentexts. Herausragende Wissenschaftler und Interpreten berücksichtigen als Herausgeber alle verfügbaren Quellen und garantieren so einen authentischen Notentext auf dem aktuellen Stand der Forschung. Die zugrundeliegenden Editionsrichtlinien und Hintergründe sind in einem Kritischen Bericht dargelegt.

Ein großer Teil der Bärenreiter Urtext-Ausgaben basiert auf den Texten der neuen kritischen Gesamtausgaben. So wurde beispielsweise der größte Teil des Werkes von Händel, Bach, Haydn, Mozart, Schubert oder auch von Berlioz’ „Symphonie fantastique” als Einzelpublikationen der Musikpraxis zugänglich gemacht.

Darüber hinaus publiziert Bärenreiter Urtext-Editionen bedeutender Werke der Musikliteratur auch unabhängig von einer Gesamtausgabe. Die Sinfonien Ludwig van Beethovens in der neuen kritischen Ausgabe von Jonathan Del Mar fanden weltweit Anerkennung, ebenso wie die Neueditionen von Mendelssohns Ouvertüren durch Christopher Hogwood. Neue Projekte sind die Edition der großen romantischen Violinkonzerte, etwa von Mendelssohn (hrsg. von Larry Todd) oder Brahms (hrsg. von Clive Brown) und die Serie „L’Opéra français”, die bedeutende Werke der französischen Opernliteratur zugänglich macht. Ein breites Spektrum wird auch im Bereich der Klavier und Kammermusik publiziert. Darunter fallen Urtextausgaben von Frescobaldis „Orgel- und Clavierwerken”, Debussys „Children’s Corner”, „Deux Arabesques” oder „Suite bergamasque” und Ausgaben von Kammermusik für Streicher von Gabriel Fauré und César Franck.