RISM

RISM, das „Répertoire International des Sources Musicales“, das internationale Quellenlexikon der Musik, dokumentiert in einer länderübergreifenden Organisation die weltweit überlieferten Quellen zur Musik und publiziert sie in Lexika und elektronischen Medien. Die erfassten musikalischen Quellen sind handschriftliche oder gedruckte Noten, Schriften über Musik und Textbücher, die in Bibliotheken, Archiven, Klöstern, Schulen und Privatsammlungen aufbewahrt werden. Die internationale Organisation wurde 1952 in Paris gegründet und hatte ab 1960 ihre Zentralredaktion in Kassel, seit 1987 befindet sie sich in Frankfurt. Arbeitsgruppen in 32 Ländern mit rund 100 Mitarbeitern beschreiben die musikalischen Quellen, die in ihren Ländern aufbewahrt werden. Darüber hinaus dokumentieren sie in eigenen Libretto-Projekten Textbücher, die in ihrem Land überliefert sind.

Die Publikation erfolgt bei Bärenreiter Kassel (die alphabetische Serie A/I, das Musikbibliotheksverzeichnis Serie C) und G. Henle München (die systematische Serie B), sowie bei G. Saur auf CD-Rom (Serie A/II). Durch die Katalogisierung in einem umfassenden Lexikon werden die musikalischen Überlieferungen zugleich geschützt und der Musikwissenschaft und ausführenden Musikern zugänglich gemacht, sie zielt also auf die praktische Anwendung. Für Einzelprojekte erhielt RISM finanzielle Unterstützung u. a. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Bonn, der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, The Ford Foundation, New York, Institut de Recherche et d'Histoire des Textes (CNRS), Strasbourg, Memorial Foundation for Jewish Culture, Jerusalem, der Otto-Wolff-Stiftung, Köln, Research Division of the National Endowment for the Humanities, Washington, Stiftung für wissenschaftliche Forschung, Zürich, der VolkswagenStiftung, Hannover, sowie CIPSH / UNESCO, Paris.

2011 erschien eine CD-ROM zur RISM-Serie A/I „Einzeldrucke vor 1800“.