Quempas

Der „Quempas“, die 1930 erstmals erschienene Sammlung von Weihnachtsliedern, ist eine Legende in der Geschichte des Bärenreiter-Verlags mit Wirkungen weit über das Verlagsprogramm hinaus. Um gegen den Kitsch und die Sentimentalität des 19. Jahrhunderts wieder zu einem „rechten Gedenken der Christgeburt“ (Karl Vötterle, Haus unterm Stern) zu kommen, hatten damals Wilhelm Thomas und Konrad Ameln auf Anregung von Karl Vötterle das erste kleine „Quempas“-Heft mit 39 alten Liedern zum Christfest zusammengestellt. Der Titel griff die ersten Silben des alten lateinischen Weihnachtsliedes „Quem pastores laudavere“ („Den die Hirten lobeten sehre“) auf. Der Erfolg übertraf alle Erwartungen. Neben der Melodieausgabe erschienen bald Chor- und Instrumentalhefte. 1962 kam das „Quempas“-Buch mit einer größeren Zahl von Liedern heraus, darunter auch Lieder aus dem 20. Jahrhundert. Die Gesamtauflage aller Ausgaben des „Quempas“ beträgt bis heute weit über drei Millionen Exemplare.

2012 erschien „Der neue Quempas“, herausgegeben von Antje Wissemann. Die 41 Lieder für die Advents- und Weihnachtszeit bieten eine gelungene Mischung aus den schönsten alten Weihnachtsliedern und den beliebtesten Liedern des letzten Zeit. Gleichzeitig mit der Melodieausgabe (BA 7550) wurden Ausgaben für Chor, Instrumentalquartett, Klavier sowie für Klavier und Instrumente veröffentlicht. Die Sätze stammen von Ingo Bredenbach, die Illustrationen der Melodieausgabe von Hilde Schwenn.