Neue Mozart-Ausgabe

Foto: Paavo Blafield, 2009

Die „Neue Mozart-Ausgabe“ (NMA) – mit vollem Titel: Wolfgang Amadeus Mozart, Neue Ausgabe sämtlicher Werke – ist die wissenschaftlich-kritische Gesamtausgabe aller Werke des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791). Mit einem Umfang von 132 Bänden, 25.000 Notenseiten, 8.000 Seiten Kritischen Berichten, 2.300 Vorwortseiten und 1.800 Seiten an Dokumenten stellt die NMA die international anerkannte wissenschaftliche Referenzquelle zur Auseinandersetzung mit dem Werk Mozarts dar.

Die „Neue Mozart-Ausgabe“, die von 1956 bis 2007 im Bärenreiter-Verlag erschien, bietet der Forschung auf Grund aller erreichbaren Quellen – in erster Linie Mozarts Handschriften – einen wissenschaftlich einwandfreien Notentext, der zugleich der musikalischen Praxis eine Basis für werkgerechte Aufführungen schafft. Die zwischen 1956 und 1991 erschienenen Hauptserien I bis IX mit dem eigentlichen Werkbestand gelten als Jahrhundertwerk der neueren Mozart-Forschung, und die moderne Aufführungspraxis der Werke Mozarts ist ohne diese Edition nicht denkbar. Bedeutende Bände des Supplements haben auf bisher wenig beachtete Aspekte von Mozarts Schaffen, wie etwa seine Tätigkeit als Lehrer oder als Bearbeiter fremder Werke, ein neues, erhellendes Licht geworfen.

Die Ausgabe, die 2007 abgeschlossen wurde, erschien mit 132 Bänden in 35 Werkgruppen, die sich auf 10 Serien verteilen. Innerhalb der Werkgruppen stehen die vollendeten Werke in chronologischer Reihenfolge. Skizzen, Entwürfe und Fragmente zu den Werken befinden sich im Anhang des betreffenden Bandes. Jeder Notenband enthält neben den Werkabdrucken ein ausführliches Vorwort und Faksimileabbildungen aus dem Quellenmaterial. Zu jedem Notenband erschien separat ein Kritischer Bericht.

Die Redaktion der „Neue Mozart-Ausgabe“ befindet sich in der Stiftung Mozarteum Salzburg, Träger ist neben der Stiftung die Deutsche Mozart-Gesellschaft.