Kassel

Kassel, seit 1927 Sitz des Bärenreiter-Verlages, ist eine Stadt von mehr als 200.000 Einwohnern und liegt, etwa gleich weit von Frankfurt, Hannover, Dortmund und Leipzig entfernt, im Norden des Bundeslandes Hessen.

Die Stadt hat eine große musikalische Tradition. Schon 1502 wurde eine Hofkapelle gegründet. Seit damals gibt es fast ohne Unterbrechung ein ständiges Orchester in der Stadt. Heinrich Schütz, der vom hessischen Landgrafen Moritz gefördert wurde, lebte von 1599 an hier; John Dowland hielt sich für einige Monate am landgräflichen Hof auf. Im 19. Jahrhundert erlebte das Kasseler Musikleben eine Blüte. Von 1822 bis 1857 war der Geiger, Dirigent und Komponist Louis Spohr Hofkapellmeister und machte Kassel zu einer der ersten Adressen des deutschen Musiklebens. Für kürzere Intermezzi wirkten Gustav Mahler (1883–1885) und Ernst Krenek (1925–1927) am Kasseler Theater. 1933 wurden vom Arbeitskreis für Hausmusik, der sich aus dem Bärenreiter-Verlag heraus gegründet hatte, die Kasseler Musiktage ins Leben gerufen, die bis heute bestehen.

Kassel ist Sitz des Staatstheaters mit den drei Sparten Oper, Schauspiel und Ballett. Das Staatsorchester hat den Status eines A-Orchesters. Zum lebhaften Musikleben in der Stadt an der Fulda tragen auch die Musikakademie, die Fachrichtung Musik an der Universität sowie viele Chöre, Vereine und Laienensembles bei.