Hallische Händel-Ausgabe

Foto: Paavo Blafield, 2009

Die „Hallische Händel-Ausgabe" (HHA)  ist eine wissenschaftlich-kritische Gesamtausgabe der Werke des Komponisten Georg Friedrich Händel (1685–1759), die auf der Grundlage aller erreichbaren Quellen und neuester Forschungsergebnisse sowohl der Forschung als auch der Praxis dient. Sie wird von der Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft (Sitz: Halle/Saale) herausgegeben und erscheint seit 1955 im Bärenreiter-Verlag.

Eine bereits 1943 vertraglich vereinbarte Zusammenarbeit zwischen der Stadt Halle und dem Bärenreiter-Verlag hatte die Idee einer Gesamtausgabe der Werke Händels konkret werden lassen. 1955 wurde in Halle die Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft gegründet und schon im ersten Jahr konnte mit „Klavierwerke I: Die acht großen Suiten” der erste Band der HHA erscheinen.

Die Ausgabe hat als Koproduktion des Deutschen Verlags für Musik, Leipzig, und des Kasseler Bärenreiter-Verlags begonnen. Seit der Wiedervereinigung und der Privatisierung des DVfM ist Bärenreiter der alleinige Verleger. Die Finanzierung, die bis 1990 aus staatlichen Mitteln der DDR gewährleistet wurde, kommt heute überwiegend aus Mitteln der Akademie der Wissenschaften, Mainz. 2023 soll die „Hallische Händel-Ausgabe", die schon bald nach ihren Anfängen als die unbestrittene Autorität in Sachen Händel galt, abgeschlossen sein.

Die in fünf Serien eingeteilte Gesamtausgabe, deren Editionsleiter heute Terence Best und Wolfgang Hirschmann sind, wird nach ihrem Abschluss 116 Bände mit ihren kritischen Berichten umfassen.