Brahms, Johannes
Sonate für Violine und Klavier G-Dur op. 78
Editionsnummer
BA 9431
ISMN
9790006544318
Band / Reihe
BÄRENREITER URTEXT
Herausgeber
Brown, Clive / Costa, Neal Peres Da
Sprache(n) des Textteils
Englisch, Deutsch
Produktart
Spielpartitur, Stimme, Urtextausgabe
Besetzung
Violine, Klavier
Erscheinungsform
Geheftet
Seitenanzahl / Format
XLIV, 36/10/10 S. - 31,0 x 24,3 cm
Wir wissen heute, dass Johannes Brahms mindestens drei Sonaten für Violine und Klavier geschrieben hatte, bevor er seine Sonate in G-Dur op. 78 komponierte. Diese frühen Werke vermochten jedoch vor dem selbstkritischen Komponisten nicht zu bestehen und wurden vernichtet
Die Sonate op. 78 entstand in den Sommermonaten der Jahre 1778 und 1879 parallel zum Violinkonzert op. 77. Clara Schumann war entzückt, dass Brahms Zitate aus seinem „Regenlied“ und „Nachklang“ (op. 59, Nr. 3 und 4) in die Melodiestimme und Begleitung eingeflochten hatte, um den Eindruck von Regentropfen zu erwecken. Obwohl das Werk von Brahms’ Zeitgenossen zunächst nur mit mäßiger Begeisterung aufgenommen wurde, fand es rasch Eingang in das Standardrepertoire der Geiger.

Ein wichtiger Bestandteil der neuen Ausgabe ist das ausführliche Vorwort, das über die Entstehungsgeschichte des Werks, frühe Aufführungen, die Drucklegung und Rezeption informiert. Außerordentlich bemerkenswert sind darüber hinaus die detaillierten Hinweise zur Aufführungspraxis: Von der Prämisse ausgehend, dass sich schon wenige Jahrzehnte nach Brahms’ Tod eine Kluft zwischen den Vorstellungen des Komponisten und der Aufführungpraxis des frühen 20. Jahrhunderts auftat, setzen sich die Herausgeber auf der Basis vielfältiger Quellen – Erinnerungen von Schülern und Musizierpartnern, Lehrwerke und Abhandlungen, frühe instruktive Ausgaben und historische Tonaufnahmen – mit wesentlichen Aspekten zum Verständnis der Brahmsschen Notation auseinander. Indem sie am konkreten Werk Abschnitt für Abschnitt Fragen im Hinblick auf Rhythmus und Tempo, Dynamik und Artikulation, die Verwendung von Pedal bzw. Fingerpedal, Arpeggierung und manueller Asynchronie (Klavier) sowie bezüglich des Umgangs mit Streicherfingersätzen, Flageoletts und Vibrato diskutieren, leisten sie eine unverzichtbare Hilfestellung bei der Erarbeitung einer historisch informierten Werkinterpretation.
Zugleich vermittelt die Ausgabe auf diese Weise einen faszinierenden und oftmals überraschenden Einblick in die Aufführungspraxis der deutschen Romantik insgesamt.

- Eine wegweisende Urtext-Ausgabe
- Mit Urtextstimme ohne Herausgeber-Zusätze
- Mit zweiter, auf Basis der Spielpraxis von Brahms’ Zeitgenossen mit Fingersätzen und Strichbezeichnungen eingerichteter Stimme
- Mit ausführlichen Hinweisen zur Aufführungspraxis
- Für weitere Informationen zur Aufführungspraxis in der Romantik empfehlen wir das Textheft: „Aufführungspraktische Hinweise zu Johannes Brahms’ Kammermusik“, BA 9600
If you can read this something went wrong
If you can read this something went wrong
If you can read this something went wrong
13,50 €
inkl. USt.
Lieferbarkeitsanzeigelieferbar
Exemplare
Empfehlungen