Benda, Georg Anton
Medea
Ein mit Musik vermischtes Melodram
Version 1784
Editionsnummer
BA 8816-01
ISMN
9790006563777
Band / Reihe
OPERA - Spektrum des europäischen Musiktheaters in Einzeleditionen 3
Herausgeber
Krämer, Jörg
Besetzung des Werkes
Sprecher, Orchester
Orchesterbesetzung
6Spr / 2,2,0,2 - 2,0,0,0 - Str
Sprache(n) des Werkes
Deutsch
Sprache(n) des Textteils
Englisch, Deutsch
Produktart
Werkausgabe, Partitur, Kritischer Bericht, Datenträger (USB-Karte), Urtextausgabe
Erscheinungsform
Leinen
Seitenanzahl / Format
XLV, 122 S. - 33,1 x 26,4 cm
Georg Anton Bendas Melodram „Medea“ (1775) war einer der größten Erfolge im deutschen Musiktheater des späten 18. Jahrhunderts. Das Stück nach einem Text von Friedrich Wilhelm Gotter galt rasch als Musterwerk der Gattung. Jahrzehntelang wurde es überall in Mitteleuropa aufgeführt und entfaltete eine enorme Wirkungsgeschichte. Speziell im deutschen Sprachraum bildete das Melodram zwischen 1775 und etwa 1790 einen äußerst populären (und heftig diskutierten) Teil des Musiktheaters, wobei Bendas „Medea“ oft im Mittelpunkt der Debatten stand.

Anders als in der Oper wird im Melodram nicht gesungen, sondern gesprochener Text mit Orchestermusik und Szene verbunden. Die traditionelle Formensprache der Oper (Arie, Rezitativ, Ensemble, Chor) wird aufgelöst und durch ein neuartiges Zusammenwirken von Musik, Sprache und Szene ersetzt. Die Konzentration auf eine einzige Hauptfigur und das rasche, feingliedrige Wechselspiel von gesprochenem Text und Musik ermöglichten es, im Melodram konfliktreiche und widerspruchsvolle Figuren-Psychogramme mit einer neuen Intensität zu entwickeln.

Am Ende seines Lebens überarbeitete Benda „Medea“ noch einmal tiefgreifend neu und zog dabei die Summe seiner praktischen Erfahrungen mit der Bühnenwirkung des Werks. Die Änderungen, die Benda bei der Neufassung seiner „Medea“-Musik vornahm, sind erheblich und betreffen fast jeden Takt: Zahlreiche Details des musikalischen Satzes sind revidiert (Tempi, Stimmführung, Rhythmik, Begleitfiguren etc.), die Instrumentierung wurde verändert, Mittelstimmen werden lebendiger geführt, die Musik ist insgesamt gekürzt und wirkungsvoll verdichtet. Der Komponist selbst verstand diese spätere, stark veränderte Fassung als die gültige Version des Stücks. Uraufgeführt 1784 in Mannheim, blieb diese spätere Fassung bislang jedoch unbeachtet und wird in der OPERA-Edition erstmals wieder greifbar. Alle bisherigen Ausgaben des Werks – und damit auch alle vorhandenen Einspielungen – beruhen auf der frühen Fassung von 1775.

Der dritte Band der OPERA-Reihe „Medea“ besteht aus dem Leinenband sowie der Edirom auf einer USB-Karte im Scheckkartenformat. Die Anzahl der gleichzeitigen Nutzer des digitalen Bestandteils der Edition ist nicht eingeschränkt.
Weiterführende Informationen zum Werk und zur OPERA-Reihe finden Sie unter: www.opera-edition.com sowie auf Takte online.
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