Händel, Georg Friedrich
Alessandro HWV 21
Oper in drei Akten
Editionsnummer
BA 4073-01
ISMN
9790006497867
Band / Reihe
Hallische Händel-Ausgabe (HHA) II/18
Herausgeber
King, Richard G.
Orchesterbesetzung
Soli: SSAAATB - 2Bfl,0,2,0,2 - 2,2,0,0 - Str - Bc
Sprache(n) des Werkes
Italienisch
Sprache(n) des Textteils
Deutsch, Englisch
Produktart
Gesamtausgabe, Partitur, Urtextausgabe
Erscheinungsform
Leinen
Seitenanzahl / Format
LXIII, 322 S. - 33,0 x 26,0 cm
Durchaus typisch für seine Zeit handelt Händels Oper „Alessandro“ von einzelnen Episoden aus Leben und Herrschaft Alexanders des Großen (356?323 v.Chr.). Er, der legendäre Krieger und Heerführer, eroberte weite Teile der Welt, bevor er im Alter von 32 Jahren ein frühzeitiges Ende fand. Ein zentraler Konflikt in Händels Oper besteht in Alessandros Liebe zu zwei Frauen, Lisaura und Rossane; sie konkurrieren um sein Wohlwollen. Daneben wird seine Berufung auf seine göttliche Abstammung hervorgehoben, die er als Anlass nimmt, die Unterwürfigkeit seiner Gefolgschaft einzufordern, was auf große Ablehnung stößt.

Händel komponierte „Alessandro“ in der Spielzeit von 1725/26 für die Royal Academy of Music nach einem Libretto von Paolo Antonio Rolli. Die Uraufführung fand am 5. Mai 1726 im King’s Theatre in London statt. „Alessandro“ war die erste von fünf Opern für die Royal Academy, in denen Händel für drei der berühmtesten Sänger seiner Zeit – Francesco Bernardi, genannt Senesino, Francesca Cuzzoni und Faustina Bordoni – komponieren konnte.

Ortensio Mauros Libretto „La superbia d’Alessandro“, das 1690 in einer Vertonung von Agostino Steffani in Hannover erstmals zur Aufführung kam und dort im folgenden Jahr unter dem Titel „Il zelo di Leonato“ mit zahlreichen Änderungen erneut gespielt wurde, diente als Vorlagetext für Händels „Alessandro“. Bei der Einrichtung des Librettos für die Londoner Aufführungen bestand eine wesentliche Aufgabe Rollis darin, die Rollen der berühmten Sänger der Royal Academy in guter Balance zu halten, zugleich aber auch einen musikalischen Wettstreit der Primadonnen Cuzzoni und Bordoni (Lisaura und Rossane) zu inszenieren. Ein solcher Konkurrenzkampf war aus wirtschaftlicher Sicht geeignet, das öffentliche Interesse an der Oper zu steigern.

Welche Änderungen Händel während der folgenden Aufführungsserie in der Spielzeit von 1727/28 vornahm, ist nicht mehr zu ermitteln. Für die Aufführungsserie von 1732/33 überarbeitete Händel die Oper substanziell: Sechs Musiknummern wurden ganz, das Finale teilweise gestrichen, die Rezitative stark gekürzt ? die Partien von Cleone und Leonato entfielen vollständig; ihre Anteile wies Händel anderen Bühnenfiguren zu oder strich sie. Für die neuen Sänger ließ Händel drei Arien um einen Ton höher transponieren. Es ist denkbar, dass einige der 1732er Änderungen schon bei der Wiederaufnahme von 1727/28 vorgenommen worden sind.

Der Hauptteil der Edition präsentiert die Fassung der Oper während der ersten Aufführungen im Jahre 1726. Eine ausführliche, auf dem aktuellen Forschungsstand beruhende Entstehungsgeschichte der Oper und eine Gegenüberstellung der Fassungen von 1726 und 1732 sind in deutscher und englischer Sprache abgedruckt. In den Anhängen hat der Herausgeber Richard G. King verworfene Frühfassungen, während der ersten Aufführungsserie als Ersatzarien für Nr. 6 und 32 eingefügte Arien sowie die Fassung der 1732er Aufführungen rekonstruiert.

- Neu-Edition auf aktuellem Stand unter Verwendung sämtlicher relevanter Primär- und Sekundärquellen
- Umfangreiches Vorwort des Herausgebers zu Entstehung, historischem Hintergrund, Überlieferung, Rezeption und Quellenlage (dt. / engl.) und ausführlicher Kritischer Bericht (engl.)
- Ausgewählte musikalische Faksimiles sowie vollständiges Faksimile des Libretto-Drucks von 1726
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