Srnka, Miroslav
Jakub Flügelbunt und Magdalena Rotenband oder: Wie tief ein Vogel singen kann für drei Sänger und Orchester
Editionsnummer
BA11100-72
ISMN
9790006511860
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Besetzung des Werkes
Soli, Orchester
Orchesterbesetzung
S-solo, CT-solo/Bar-solo, B-solo / 1,1,2,1 – 3,2,1,1 – Schlg (3) –Klav – Hfe – Str
Produktart
Leihmaterial
Besetzung
Sopran solo, CT-solo, Bariton solo, Bass solo, Orchester
Bemerkungen
Uraufführung 15.12.2011, Dresden
„Jakub Flügelbunt und Magdalena Rotenband oder: Wie tief ein Vogel singen kann“ ist ein Märchenstück für drei Sänger und Orchester.

Darum geht es: Streit in der Vogelfamilie: Der junge Jakub will fliegen lernen, der Vater hilft, die Mutter ist strikt dagegen. Als er sich gegen den Willen der Eltern bei Wind alleine aufmacht, bricht er sich den Flügel. Durch die weise Eule lernt Jakub, dass man auch mit anderen Stärken etwas erreichen kann. Er erfährt die Freundschaft und Hilfe der anderen Tiere, siegt im Wettrennen und findet schließlich heraus, dass Magdalena, die so schön singen kann, ihn auch mag.

Miroslav Srnka komponiert eine unterhaltsame Geschichte und Fabel gleichermaßen. Deren Personal ist quietschvergnügt und mit dem Potenzial zu großer Tragik versehen, so wie es sich für Helden aus dem Geist des Comics gehört. Srnka, der auch das Textbuch schrieb, erzählt die Geschichte, die ohne jegliche Melodramatik einige große psychoanalytische Themen enthält, mit einer knappen, lakonischen Sprache und einem unsentimentalen Duktus. Kürze und Tempo der Erzählung sind der Schlüssel zum Verständnis der Geschichte und ihrer Musikalisierung. Die Situationen und Figuren – verschiedene musikalische Charaktere wie das plappernde Eichhörnchen, der behäbige Igel oder die singende Magdalena – werden über die Geschwindigkeit vermittelt. Und schließlich wird das ganze Orchester in die Handlung einbezogen.

„Aus allen, die auf dem Podium sitzen, entsteht eine Gemeinschaft. Die Orchestermusiker sind zunächst Beobachter, dann Teilnehmer der Geschichte. Wichtig ist, dass viele Momente musikalisch erzählt werden können: der Wind, das Rennen, der Flug, das Thema Singen. Was Kinder interessiert, sind Energien, Impulse. Und so wähle ich eine musikalische Form, die über Pointen funktioniert, die immer ereignisreich ist,“ erläutert Miroslav Srnka.

Dies realisiert er in griffigen Szenenwechseln durch Farben, Instrumentierung, Schnitte und mit drei Sängern, die in verschiedene Rollen schlüpfen. Die Hauptfigur Jakub vollzieht eine besondere Entwicklung. Er wird von einem Countertenor gesungen, der zum Schluss eine andere Stimme hat. Aus dem kleinen Vogelstimmchen ist ein profunder Bariton geworden.

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A. Anfr.
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