Brahms, Johannes
Sonaten in f-Moll und Es-Dur für Klarinette und Klavier op. 120
Editionsnummer
BA 10906
ISMN
9790006544448
Band / Reihe
BÄRENREITER URTEXT
Herausgeber
Brown, Clive / Costa, Neal Peres Da
Sprache(n) des Textteils
Englisch, Deutsch
Produktart
Spielpartitur(en), Stimme(n), Urtextausgabe
Besetzung
Klarinette, Klavier
Erscheinungsform
Kartoniert
Seitenanzahl / Format
LXII, 63/17 S. - 31,0 x 24,3 cm
Johannes Brahms hatte bereits seinen Rückzug vom Komponieren verkündet, als er im Frühjahr 1894 mit dem Cellisten Robert Hausmann und dem Klarinettisten Richard Mühlfeld Kammermusik machte. Diese Begegnung erneuerte offensichtlich seine Begeisterung für Mühlfelds viel bewundertes Klarinettenspiel und inspirierte ihn noch im selben Sommer zur Komposition zweier Klarinettensonaten. Brahms und Mühlfeld führten die beiden Werke zusammen erstmals auf und spielten sie bei mehreren weiteren Gelegenheiten, bevor sie im Juni 1895 im Druck erschienen. Die beiden Sonaten op. 120 sind Schlüsselwerke innerhalb des Konzertrepertoires der Klarinettisten und etablierten den Typus der Klarinettensonate als eigenständige und tragfähige Kammermusikgattung.

Ein wichtiger Bestandteil der neuen Ausgabe ist das ausführliche Vorwort, das über die Entstehungsgeschichte, frühe Aufführungen, die Drucklegung und Rezeption der beiden Sonaten informiert. Außerordentlich bemerkenswert sind darüber hinaus die detaillierten Hinweise zur Aufführungspraxis: Von der Prämisse ausgehend, dass sich schon wenige Jahrzehnte nach Brahms’ Tod eine Kluft zwischen den Vorstellungen des Komponisten und der Aufführungpraxis des frühen 20. Jahrhunderts auftat, setzen sich die Herausgeber auf der Basis vielfältiger Quellen – Erinnerungen von Schülern und Musizierpartnern, Lehrwerke und Abhandlungen, frühe instruktive Ausgaben und historische Tonaufnahmen – mit wesentlichen Aspekten zum Verständnis der Brahmsschen Notation auseinander. Indem sie am konkreten Werk Abschnitt für Abschnitt Fragen im Hinblick auf Rhythmus und Tempo, Dynamik und Artikulation, die Verwendung von Pedal bzw. Fingerpedal, Arpeggierung und manueller Asynchronie (Klavier) sowie Vibrato und Portamento auf der Klarinette diskutieren, leisten sie eine unverzichtbare Hilfestellung bei der Erarbeitung einer historisch informierten Werkinterpretation. Zugleich vermittelt die Ausgabe einen faszinierenden und oftmals überraschenden Einblick in die Aufführungspraxis der deutschen Romantik insgesamt.

• Eine wegweisende Urtext-Ausgabe
• Mit ausführlichen Hinweisen zur Aufführungspraxis
• Für weitere Informationen zur Aufführungspraxis in der Romantik empfehlen wir das Textheft: „Aufführungspraktische Hinweise zu Johannes Brahms’ Kammermusik“, BA 9600

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