Sagenumwoben

Wertvolles Faksimile von Richard Wagners „Parsifal“

Erkenntnis, Mitleid und Erlösung: Mit diesen großen Themen setzt sich Richard Wagner in seinem „Parsifal“ auseinander, den er 1882, 13 Monate vor seinem Tod, vollendete. Das „Bühnenweihfestspiel“, Wagners letztes Werk für die Bühne und 30 Jahre exklusiv in Bayreuth zu hören, bezeichnete er als sein „versöhnendstes Werk“. Schon bei der Uraufführung für die Kompositionstechnik und die mystischen Klangwelten gefeiert, regt die Ideenwelt des Werkes bis heute zu immer neuen Diskussionen und Interpretationen an.

Das Autograph schrieb Wagner fast durchgehend in violetter Tinte, einer Farbe, die er in seinen letzten Lebensjahren am liebsten benutzte. Er legte die Seiten äußerst sorgfältig an und schenkte dei Handschrift schließlich seiner Frau Cosima – es blieb als gehüteter Schatz immer im Familienbesitz.

Das Faksimile im hochwertigen Vierfarbdruck (BVK 2418. Bärenreiter-Verlag 2020. 382 Seiten. € 699,–) gibt die umfangreiche Partitur in Originalgröße wieder. Ohne den bibliophilen Gesamteindruck zu stören, erleichtern Akt- und Taktzahlen auf jeder Seite die Benutzung.

Ulrich Konrad erläutert in einem begleitenden Text die Besonderheiten von Werk und Handschrift.

Eine wertvolle Publikation nicht nur für Wagnerianer, sondern ebenso für Dirigenten, Opernfreunde und alle Liebhaber der Musik des Meisters von Bayreuth.

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