Revolutionär

Vor 150 Jahren starb Hector Berlioz

„Die hervorstechendsten Merkmale meiner Musik sind leidenschaftlicher Ausdruck, inneres Feuer, rhythmischer Schwung und Unvorhersehbarkeit“, schrieb Hector Berlioz 1856 in einem Postscriptum zu seiner Autobiographie. In der Tat: Der französische Komponist, der am 8. März von 150 Jahren starb, hielt sich nicht mit kleinen Formen auf. Kammermusik hat er nicht geschrieben, wohl aber monumentale Werke für Chor und Orchester wie das Requiem (Grand Messe des morts) oder das „Te Deum“. Die Musik seiner Zeit hat er revolutioniert und ist dabei auf viel Ablehnung gestoßen: „Der wichtigste Grund für den langen Krieg, den man gegen mich geführt hat, ist, dass mein musikalisches Empfinden in völligem Widerspruch zu dem des Pariser Publikums steht.“

Heute gilt Berlioz als einer der ganz Großen der Musikgeschichte. Seine früher als unspielbare geltende Oper „Les Troyens“ wird regelmäßig aufgeführt, ebenso die Musik zu „Roméo et Juliette“ und natürlich die „Symphonie fantastique“. Von 1967 bis 2006 erschien bei Bärenreiter mit der „New Berlioz Edition“ die Gesamtausgabe seiner Werke. Ihre unangreifbare Zuverlässigkeit hat seitdem viele Aufführungen auf eine sichere Basis gestellt.

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