Opernwahnsinn

Vor 150 Jahren starb Gioachino Rossini

Als er in der italienischen Opernszene auftauchte, begann ein neues Zeitalter. Gioachino Rossinis Bühnenwerke – mehr als fünfzig an der Zahl – begeisterten seine Landsleute und bald die ganze Welt. Auch heute noch sind sie Stammgäste auf den Bühnen der Welt, und mehr und mehr werden auch Opern wiederentdeckt, die bisher nicht die Popularität des „Barbiere di Siviglia“ oder der „Cenerentola“ hatten. Dazu zählt zum Beispiel „Le comte Ory“, die in der seit elf Jahren bei Bärenreiter erscheinenden Auswahlausgabe „Works of Gioachino Rossini“ herausgekommen ist. Seit 2011 wurde das Aufführungsmaterial in vierzehn Neuproduktionen verwendet, darunter in Mailand, Paris und Wien. Der „Barbier“ wurde sogar Grundlage von 31 Inszenierungen seit 2008.

Schon nach zwanzig Jahren hörte Rossini auf, für die Oper zu komponieren und schrieb nur noch Gelegenheitswerke. Dass er ein reicher Mann und Feinschmecker war, ist bekannt, dass er die Feder gegen den Kochlöffel austauschte, gehört wohl ins Reich der Legende.

Am 13. November vor 150 Jahren ist der Komponist aus Pesaro gestorben.