Oper als Satire auf die Oper

Uraufführung in Bregenz: Ľubica Čekovskás „Impresario Dotcom“

Ľubica Čekovskás Oper „Impresario DOTCOM“ ist eine zeitgenössische Version von Goldonis Komödie „Impresario delle Smirne“. Bei den Bregenzer Festspielen wird das Werk in einer aktualisierten, auf die Corona-Situation angepassten Fassung uraufgeführt. Das Theater als Abbild der Welt: Carlo Goldonis Komödie ist ein turbulentes Stück über den Opernbetrieb, eine Satire über die Eitelkeiten und Abgründe des Opernbetriebs, die nicht zuletzt die gnadenlose Kehrseite des Kunstschaffens bloßstellte: Er zeigt Menschen, die ihre Haut zu Markte tragen und sich in ihre überdrehten Rollenmuster hineinsteigern, um ihre prekären Lebensverhältnisse zu überspielen, zu gefallen und Erfolg zu haben.

Ľubica Čekovskás Oper nach einem Libretto von Laura Olivi spielt im Heute. Sechs Personen - fünf Sänger und ein Agent – suchen einen Geldgeber. Die Protagonisten heißen Olympia, Violetta, Carmen, Tamino und Orfeo und kommen aus aller Herren Länder. Die den Rollen innewohnende Tragik der Figuren schwingt jeweils mit. „Wir alle spielen Rollen in unserem Leben“, sagt Ľubica Čekovská, „und es geht um die Frage, wer wir, wer die Personen dahinter sind.“

20./21.8.2020 Bregenz (Bregenzer Festspiele)
Uraufführung: Ľubica Čekovská: Impresario Dotcom. Sogno di un’ Europa di mezza estate. Opera buffa in vier Bildern. Libretto von Laura Olivi nach Carlo Goldonis „Der Impresario von Smyrna“ (1761). In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Auftragswerk der Bregenzer Festspiele und des Slowakischen Nationaltheaters, Bratislava. Fassung für Bregenz 2020
Symphonieorchester Vorarlberg, Musikalische Leitung: Christopher Ward, Inszenierung: Elisabeth Stöppler, Bühne: Hermann Feuchter, Kostüme: Nicole Pleuler