Doppelerfolg für Bärenreiter

Zwei Titel mit Musikeditionspreis ausgezeichnet

Der Bärenreiter-Verlag (Kassel) hat auf der Internationalen Musikmesse in Frankfurt für zwei seiner Titel aus dem Jahr 2018 den begehrten Deutschen Musikeditionspreis „Best Edition“ erhalten. Die Urkunden nahm am 3. April  Verlagsleiter Dr. Wendelin Göbel auf der Internationalen Musikmesse Frankfurt entgegen (Foto Mitte, links: Corinne Votteler, rechts Catriona Glatthaar, beide Bärenreiter-Marketing).

Ausgezeichnet wurde zum einen das Faksimile des Autographs der „Symphonie fantastique“ von Hector Berlioz (BVK 1601, € 720,–, s. Foto). Die autographe Partitur ist ein Dokument von 292 Seiten in verschiedenen Formaten. Jeder der fünf Sätze ist einzeln paginiert, und vier davon haben ihr eigenes Titelblatt. Das überaus aufwendig gestaltete Faksimile gibt die Handschrift so wieder, wie sie heute vorliegt: mit den Papierstücken, die sich aufklappen lassen, so dass beide Versionen sichtbar sind.

Ebenfalls prämiert wurde die Urtext-Edition der Symphonie c-Moll op. 27 „Asrael“ (BA 9532) des tschechischen Komponisten Josef Suk (1874–1935). Der Herausgeber Jonáš Hájek hat alle Quellen sorgfältig geprüft und macht mit seiner Edition die großangelegte spätromantische Trauersymphonie, die den Namen des Todesengels Asrael trägt, für Orchester und Wissenschaft auf dem neuesten Stand zugänglich.

Preise für Bärenreiter beim Deutschen Musikeditionspreis seit 1994