Erfolgreich mit Frescobaldi

Bärenreiter erhält Musikeditionspreis

Der Bärenreiter-Verlag hat einen der Deutschen Musikeditionspreise „Best Edition“ des Deutschen Musikverleger-Verbandes gewonnen. Er wurde ihm für die Ausgabe der „Orgel- und Clavierwerke“ von Girolamo Frescobaldi (1583–1643) verliehen.

Zusammen mit Jan Pieterszoon Sweelinck gilt Frescobaldi als wichtigster Komponist für Tasteninstrumente in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Alle vier Bände in fünf Teilbänden der von Christopher Stembridge herausgegebenen Frescobaldi-Edition werden jeweils von einer differenzierten Einführung in die Entstehungsgeschichte, Quellensituation, Aufführungspraxis und Editionstechnik sowie einem Kritischen Bericht begleitet.

Musikerinnen und Musiker haben mit der maßstabsetzenden Edition die Möglichkeit, Frescobaldis Musik auf sicherer Quellenbasis einzustudieren und aufzuführen.

Girolamo Frescobaldi: Orgel- und Clavierwerke. Hrsg. von Christopher Stembridge. Bärenreiter Urtext. Bärenreiter-Verlag 2019. BA 9200. Vier Bände in fünf Teilbänden. € 220,–.

Die Begründung der Jury:

„Mit den Sammlungen „Fiori musicali“ und „Aggiunta“, einem reichen Kompendium des späten Frescobaldi, komplettiert der Bärenreiter-Verlag seine neue fünfbändige Wissenschaftliche Frescobaldi-Edition. Dem renommierten Spezialisten Christopher Stembridge gelingt es, eine für professionelle Musiker und Musikwissenschaftler, aber auch für interessierte Laien mustergültige Ausgabe zu erstellen. Sie enthält neben einem ansprechenden Notenteil, der sich auch optisch an den Quellen orientiert, Faksimile-Seiten, Abbildungen der liturgischen Melodiemuster zum Verständnis von Frescobaldis Vorlagen, ein ausführliches Vorwort zur Entstehungsgeschichte, differenzierten Hinweisen zur Aufführungspraxis und einem Kritischen Bericht, der etliche Korrekturen gegenüber früheren Ausgaben begründet.

Typografisch wunderbar und gestalterisch ein Genuss, ist dieses Werk der Jury besonders aufgefallen. Texte wie Noten sind sehr schön gesetzt. Format, Papier, Druck lassen nichts zu wünschen übrig.“