Eine Schatztruhe öffnet sich

Das Verzeichnis der Werke Gabriel Faurés ist erschienen

Gabriel Fauré (1845–1924) ist vor allem als Liedkomponist, durch sein Requiem, einige Kammermusikwerke oder die Pavane gegenwärtig. Die seit 2010 im Bärenreiter-Verlag erscheinenden „Œuvres complètes de Gabriel Fauré“ machen es sich zur Aufgabe, sein Werk in seiner ganzen Vielfalt einer neuen Rezeption zuzuführen. Als deren achter Band ist nun das Werkverzeichnis von Jean-Michel Nectoux erschienen.

Das thematische Verzeichnis listet mit 201 Einträgen in chronologischer Folge alle bekannten Werke des Franzosen auf. Die Einträge führen in der neuen Zählung nach N-Nummern Informationen zu Opuszahl (nach der Zählung zu Faurés Lebzeiten), Besetzung, Tonart, Incipit, Text-Incipit und Textquelle, Quellenbeschreibungen der handschriftlichen Quellen, Datierung, Widmungsträgern, Datum der ersten Aufführung, Hinweise zu Verlagsbindungen, erschienenen Ausgaben, ggf. eigenen und fremden Bearbeitungen, Kommentare und bibliographische Hinweise. Nicht weniger als sechs Register ermöglichen eine schnelle Suche.

Das Werkverzeichnis („Catalogue Nectoux“) wird sich schnell für alle, die sich mit Fauré und der Musik seiner Zeit beschäftigen, als unverzichtbares Nachschlagewerk erweisen. Es ist das Konzentrat von Nectoux‘ Arbeit der letzten 50 Jahre, Ergebnis seiner Reisen zu allen Bibliotheken, die Manuskripte Faurés verwahren – und eine Wegmarke musikalischer Forschung in Frankreich.

Jean-Michel Nectoux: Gabriel Fauré. Catalogue des œuvres. Œuvres complètes VII/1. ISBN  978-3-7618-2229-6. LII, 496 Seiten. Bärenreiter-Verlag 2018.