Ernst Krenek

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„Meine Schreibweise der letzten zehn Jahre etwa kann man getrost als dodekaphonisch bezeichnen, da die zwölf Töne stets in enger Nachbarschaft vorhanden sind. Sie ist atonal, da sie auf tonale Zentren verzichtet. Die strengeren Disziplinen der Zwölfton- und seriellen Technik wende ich nur noch gelegentlich an, da mir eine mehr gelockerte Faktur eher zusagt. Mit neueren Tendenzen wie ‚Neue Einfachheit’, ‚Neoromantik’, ‚Minimalismus’ und dergleichen habe ich nichts zu tun.“      Ernst Krenek, 1989


„Krenek hat eine unstillbare musikalische Neugier und ist gegenüber äußeren Einflüssen ohne weiteres zu der Einstellung fähig: Ich muß alles einmal versuchen ... Alle reifen Werke Kreneks ... sind aus einem Guß, durch ein einziges musikalisches Temperament zusammengehalten. Seine Arbeit tendiert zum Lyrischen, Elegischen und Euphorischen: Qualitäten, die diese einmalig großzügige, in sich ruhende, friedfertige Persönlichkeit prägen. Er ist tatsächlich das Gegenteil eines ‚artist as egotist’.“   Glenn Gould „Hommage à Ernst Krenek“. In: Musik-Konzepte 39/40