„Es ist eine Art Hybris, die mich interessiert, das Surren im Ungleichen, in dem sich das gerade noch Wahrnehmbare immer weiter aufspaltet und ins Innere verzweigt. So gesehen brauche ich immer weniger Material, gelange aber zu einer immer differenzierteren Sprache. Je mehr ich auflöse, um so mehr schließt sich zusammen.“

     Charlotte Seither, 1998

„Ihre Musik ist von fragiler Sensibilität, sie versucht, in äußerster Reduzierung des kompositorischen Materials die Stille hörbar, die Vibrationen der Innenräume in Klang und Struktur erlebbar zu machen... Gerade im Hineinhorchen in die Schwingungen jenseits des Wahrnehmbaren und Faßbaren liegt die Bestimmung dieser Musik, von dort erhält sie ihre Kraft und Originalität.“

    Aribert Reimann (Laudatio zur Verleihung des Wilfried-Steinbrenner-Stipendiums an Charlotte Seither, Berlin 1995)