Gioachino Rossini – Leben und Werk

Gioachino Rossini komponierte nach seiner musikalischen Ausbildung zunächst für Theater in Bologna, Venedig, Ferrara, Mailand und Rom. Ab 1815 arbeitete er hauptsächlich als Leiter beider Opernhäuser in Neapel. 1825 übernahm er die Leitung der italienischen Oper in Paris, wurde aber schon im Jahr darauf zum „premier compositeur du roi et inspecteur général du chant en France“ ernannt; diese Position wurde nach der Julirevolution von 1830 in eine lebenslange Rente umgewandelt. In den 1820er Jahren war Rossini aufgrund der Erfolge seiner in dichtester Folge vorgelegten Opern (Il barbiere di Siviglia, La Cenerentola, Guillaume Tell u. a.) der berühmteste Komponist seiner Zeit. Um 1830 zog er sich jedoch als Opernkomponist zurück und wandte sich (mit den Ausnahmen des Stabat mater und der Petite Messe solennelle) nur noch gelegentlich der Kammermusik zu.