Johann Sebastian Bach

Weihnachts-Oratorium

Das Weihnachts-Oratorium mit seinen sechs Teilen ist unzähligen Menschen weltweit ans Herz gewachsen. Was für den Hörer heute so klingt, als könnte es nie anders gewesen sein, geht in Wirklichkeit teilweise auf frühere eigene Werke Bachs zurück, die er für die neue Bestimmung umtextete und musikalisch anpasste. Gleich beim ersten Choreinsatz ‚verrät‘ sich Bach, wie im Autograph zu sehen ist: Als Text unterlegte er zunächst die ursprüngliche, aus einer Glückwunsch-Kantate stammende Fassung Tönet ihr Pauken, die er dann durchstrich und durch das berühmte Jauchzet, frohlocket ersetzte.

Das Autograph zeigt auch an weiteren Stellen Spuren solcher Übernahmen. Andere Korrekturen lassen den Leser quasi dem Komponisten über die Schulter schauen, wie er eine Arie schrittweise in die heutige Form brachte und auch bei kleinen Rezitativen um ihre endgültige Fassung rang. Daneben finden sich Seiten in ebenmäßiger Reinschrift.

Das nun erscheinende Faksimile dokumentiert das Autograph des Weihnachts-Oratoriums erstmals im hochwertigen Vierfarbdruck. Der Bach-Spezialist Christoph Wolff führt in die Entstehung des Werkes und die Charakteristika der Handschrift ein. Martina Rebmann (Staatsbibliothek zu Berlin) beschreibt die weitere Geschichte des Autographs.

348,00 €
Preisermäßigung bei Fortsetzungsbezug

Matthäus-Passion

„Ich habe nie solche Stille, solche allgemeine Rührung über die Hörenden verbreitet gesehen.“
Felix Mendelssohn Bartholdy

Kaum ein Werk der Musikgeschichte zieht Hörer und Ausführende bis heute so in seinen Bann wie Bachs Matthäus-Passion. Ursprünglich für den Vespergottesdienst am Karfreitag komponiert und in ihrer Aufführungsdauer noch umfangreicher als die Johannes-Passion, vollzieht sie die Leidensgeschichte Christi mit immenser musikalischer, emotionaler und geistlicher Intensität nach.

So gehört diese monumentale und komplexe Komposition zu den Gipfelpunkten abendländischer Kultur. Nicht umsonst setzte die „Wiederentdeckung“ der Musik Johann Sebastian Bachs 1829 mit der Aufführung dieses Werkes durch FelixMendelssohn Bartholdy und die Berliner Singakademie ein.

Das Autograph gilt als eines der schönsten Bachs – die Reinschrift zeigt, wie wichtig Bach die sorgfältige Überlieferung an die Nachwelt offensichtlich war. Eine weitere Besonderheit ist die farbige Tinte, mit der er den Bibeltext sowie die Noten des Chorals „O Lamm Gottes, unschuldig“ schrieb.

Das nun erschienene Faksimile dokumentiert das Autograph der Matthäus-Passion erstmals im hochwertigen Vierfarbdruck.

Der Bach-Spezialist Christoph Wolff führt in die Entstehung des Werkes und die Charakteristika der Handschrift ein.
Martina Rebmann (Staatsbibliothek zu Berlin) beschreibt die weitere Geschichte des Autographs; Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Bibliothek, trägt das Geleitwort bei.

376,00 €
Preisermäßigung bei Fortsetzungsbezug

Messe h-Moll BWV 232 mit Sanctus in D-Dur BWV 232 III

Der zweite Band der Reihe Bärenreiter Facsimile ist das „Opus ultimum“ Johann Sebastian Bachs, noch nach der Kunst der Fuge 1748/49 kurz vor seinem Tod vollendet. Dieses Spätwerk ist konzentriert und reich an musikalischen Satzarten wie kaum eine andere Komposition. Hans Nägeli bezeichnete die Messe schon 1818 enthusiastisch als das „größte musikalische Kunstwerk aller Zeiten und Völker“. Seit damals hat sie ihren Platz auf dem Olymp der Musikgeschichte. Die Bewahrung eines solchen Kulturguts gehört zu den vornehmsten Aufgaben eines Faksimiles, zumal wenn die Handschrift, wie im Fall der h-Moll-Messe, vom Tintenfraß bedroht und geschädigt ist. Für Bach-Verehrer ist es zudem bewegend zu sehen, wie Bachs Schrift in einigen Passagen die Mühe widerspiegelt, die ihn sein letztes Werk kostete.

Das sorgfältig reproduzierte und aufwändig ausgestattete Faksimile dokumentiert und sichert den heutigen Zustand des kompletten Autographs. Es wird ergänzt durch ältere Aufnahmen einzelner Seiten, die den Inhalt inzwischen schwer lesbarer Seiten zeigen. Zudem enthält der Band – ebenfalls im vierfarbigen Faksimile – eine Frühfassung des Sanctus, die Bach zum 1. Weihnachtstag 1724 komponiert hatte. Sie zeigt Unterschiede in Besetzung und Artikulation sowie die typischen Merkmale einer Kompositionspartitur Bachs. Der renommierte Bach-Forscher Christoph Wolff erläutert in seiner Einleitung die Bedeutung des Werkes, gibt einen Überblick über die Entstehungsgeschichte und weist auf besondere Merkmale der Handschrift hin.

335,00 €

Das Wohltemperierte Klavier

„Das wohltemperirte Clavier ist das alte Testament, die Beethoven’schen Sonaten das neue, an beide müssen wir glauben.“ Hans von Bülow

Einen ganzen Kosmos satztechnischer Gestaltung und musikalischer Charaktere umfassen die Präludien und Fugen des „Wohltemperierten Klaviers“ – „Einheit in der Mannigfaltigkeit“ in Vollkommenheit. Bach präsentierte damit nicht nur die Summe der Klavierkunst seiner Zeit, sondern entwickelte sie gleichzeitig weiter. Die Behandlung der Tonarten markiert einen Wendepunkt in der Musikgeschichte.

Das Autograph, ursprünglich eine Reinschrift, enthält spätere Revisionen und Korrekturen, die die Arbeit des Komponisten am Werk zeigen. Das neue Faksimile dokumentiert die Handschrift im hochwertigen Vierfarbdruck. Der Bach-Spezialist Christoph Wolff führt in die Entstehung des Werkes und die Charakteristika der Handschrift ein. Martina Rebmann (Staatsbibliothek zu Berlin) beschreibt die weitere Geschichte des Autographs.

297,00 €
Preisermäßigung bei Fortsetzungsbezug

Aria „Alles mit Gott und nichts ohn' ihn“

Im Mai 2005 machte Michael Maul in Weimar einen sensationellen Fund. In der Beständen der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, die er sichtete, befand sich die Handschrift einer geistlichen Arie Johann Sebastian Bachs, von deren Existenz bislang nichts bekannt war. Es ist die erste Entdeckung eines bachschen Vokalwerks seit 1935. Die zwölfstrophige Arie entstand 1713 anlässlich des Geburtstags von Herzog Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar, als dessen Hoforganist Bach von 1708 bis 1717 angestellt war. Dieses Vokalwerk ist der einzige Beitrag Bachs zur Gattung der Strophenarie. Dabei ist das Gelegenheitswerk von erlesener Qualität. Nach der praktischen Ausgabe in moderner Notation (BA 5246) erscheint nun ein wertvolles Faksimile der wiederentdeckten Handschrift. Die beiliegende CD enthält die Welt-Ersteinspielung mit der Sopranistin Elin Manahan Thomas und dem Ensemble „The English Baroque Soloists” unter der Leitung von John Eliot Gardiner – eine exquisite Zugabe.

58,00 €
Preisermäßigung bei Fortsetzungsbezug

Weitere Faksimiles

289,00 €
Preisermäßigung bei Fortsetzungsbezug

335,00 €