Was ist Bärenreiter Urtext?

Ist Urtext nicht nur etwas für Spezialisten?

Keinesfalls! Bärenreiter Urtext-Ausgaben richten sich an Schüler, Studenten, Wissenschaftler, Liebhaber und Profis gleichermaßen: Eine elegante Notengrafik in exzellenter Druckqualität mit einem Optimum an Lesequalität, praktische Wendestellen oder Ausklappseiten gehören ebenso zur großzügigen Ausstattung wie detaillierte Vorworte und aufführungspraktische Hinweise.

Legen Sie Wert auf Qualität! Mit schlecht edierten Ausgaben und kopierten Blättern sollte sich niemand zufriedengeben.

Mit Bärenreiter Urtext-Editionen sind Sie auf der sicheren Seite – Ihre nächste Aufführung sollte es Ihnen wert sein.

Bärenreiter verwendet den Begriff „Urtext“ für wissenschaftliche Editionen, deren Notentext von herausragenden Experten auf der Grundlage aller verfügbaren und autorisierten Quellen erstellt wird mit dem Ziel, der vom Komponisten intendierten Form eines Werkes so nahe wie möglich zu kommen.

Editorische Eingriffe, die bei zweifelhaften oder unklaren Lesarten notwendig sein können, bleiben auf ein Minimum beschränkt und sind im Kritischen Bericht dokumentiert.

 


Weitere unverzichtbare Bestandteile sind

  • Informationen zu Entstehung und Geschichte des Werks

  • Anmerkungen zur Aufführungspraxis

  • die Beschreibung der Quellen

  • der Kritische Bericht


Für den BÄRENREITER URTEXT müssen aber auch
praktische Ansprüche erfüllt werden:

  • klares, lesefreundliches Layout

  • exzellente Druckqualität

  • hochwertiges Papier und Verarbeitung von höchster Qualität

  • praxisgerechte Wendestellen, Ausklappseiten und Stichnoten

  • übersichtliche, gut spielbare Klavierauszüge für Solokonzerte und Vokalwerke

  • bei Solowerken für Streicher zusätzliche Stimmen mit Fingersätzen und Strichbezeichnungen

Wie entsteht eine Urtext-Ausgabe?

Spiegelt das Autograph, der Erstdruck, das korrigierte Handexemplar des Komponisten, die revidierte zweite Auflage seinen endgültigen Willen wider? Handelt es sich um verschiedene Fassungen oder Vorstufen zur endgültigen Form? Welche Bedeutung haben briefliche Äußerungen des Komponisten oder seiner Zeitgenossen? Wie sind Aufnahmen des Komponisten zu bewerten?

Vor heikle Fragen wie diese sehen sich die Herausgeber bei ihrer akribischen, geradezu detektivischen Arbeit gestellt, um den „Urtext“ eines Werkes freizulegen. Sie spüren Quellen auf der ganzen Welt nach, entziffern kaum lesbare Handschriften, sondieren Fehler, Widersprüche und gewollte Abweichungen. Das Ergebnis sind zuverlässig edierte Urtext-Ausgaben auf höchstem Niveau.

Die vielfach überraschenden Ergebnisse zeigen drei Beispiele aus verschiedenen Urtext-Programmbereichen:

Bach, h-Moll-Messe

Fauré, Requiem

Mussorgsky, Bilder einer Ausstellung