Georg Philipp Telemann 1681–1767

Wenn sich 2017 der Todestag Georg Philipp Telemanns zum 250. Mal jährt erinnert die Musikwelt an einen herausragenden und in vielerlei Hinsicht besonderen Komponisten. Seit 1953 erscheint mit der „Telemann-Ausgabe“ eine wissenschaftlich-kritisch edierte Auswahl seines reichhaltigen Schaffens im Bärenreiter-Verlag. Diese Reihe war wegweisend für die moderne Rezeption Telemanns.

Zählte er unter seinen Zeitgenossen noch zu den größten Musikern überhaupt so verblasste Telemanns Stern im Lauf des 19. Jahrhunderts im übergroßen Schatten von Bach und Händel bis hin zur Geringschätzigkeit. Diese Einschätzung wandelte sich im Verlauf des letzten Jahrhunderts radikal. Durch die systematische Erschließung seines Werkes weitete sich die einseitige Betrachtung des Instrumentalkomponisten hin zu einer hochgebildeten, kulturell gut vernetzten und künstlerisch enorm vielseitigen Persönlichkeit aus, welche das Musikleben ihrer Zeit maßgeblich prägte. Dabei fällt in seinen Werken immer wieder ein individueller Zugriff auf, der im großen wie im kleinen Rahmen die musikalischen Konventionen seiner Zeit zu verlassen scheint.

Es gibt kaum eine Gattung seiner Epoche, für die Georg Philipp Telemann keine Werke verfasst hat. Zu zahlreichen der in der „Telemann-Ausgabe“ erschienenen Sonaten, Konzerte, Lieder, Kantaten, Psalmen, Oratorien und Opern bietet der Bärenreiter-Verlag Aufführungsmaterial an. Wir laden Sie dazu ein, sich in diesem Œuvre auf reizvolle Alternativen zum Konzertrepertoire einzulassen.