Die Herausgeber

Clive Brown war von 1980 bis 1991 Mitglied der Musik-Fakultät der Universität Oxford und ist jetzt Professor für angewandte Musikwissenschaft an der Universität Leeds. Unter den Publikationen sind Louis Spohr: a critical biography (Cambridge, 1984; revidierte deutsche Ausgabe 2009), Classical and Romantic Performing Practice (Oxford, 1999; chinesische Übersetzung 2012), und A Portrait of Mendelssohn (Yale, 2003). Er hat viele Artikel zur historischen Aufführungspraxis veröffentlicht und forscht als Violinist praxisnah. Unter seinen kritischen, an aufführungspraktischen Erfordernissen orientierten Notenausgaben für Bärenreiter sind Brahms’ Violinkonzert und Brahms’ sämtliche Sonaten für ein Instrument und Klavier. Er ist Direktor des CHASE-Projekts (https://chase.leeds.ac.uk), das sich mit der Bedeutung von Anmerkungen und Vortragsbezeichnungen von Instrumentalisten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts in der Musik für Streichinstrumente befasst.

Kate Bennett Wadsworth ist eine Cellistin, die sich der historischen Aufführungspraxis aller Epochen widmet. Aufgetreten ist sie schon auf Festivals in ganz Nordamerika und Europa mit Ensembles wie Arion, Tafelmusik, B’Rock, und Aradia. Ihre Aufnahme des a-Moll-Konzerts von C. P. E. Bach mit Les Bostonades wurde 2015 veröffentlicht. Kate Bennett Wadsworth studierte bei Laurence Lesser am New England Conservatory modernes Cello und Barockcello bei Jaap ter Linden am Royal Dutch Conservatory in Den Haag, nachdem sie am Harvard College ihr Bachelorstudium der Skandinavistik abgeschlossen hatte. Derzeit promoviert sie in einem praxisorientierten PhD-Studium zur Aufführungspraxis des 19. Jahrhunderts bei Clive Brown an der Universität Leeds.

Neal Peres Da Costa ist ein weltberühmter Instrumentalist, Gelehrter und Pädagoge. Er ist außerordentlicher Professor und Lehrstuhlinhaber für Historische Aufführungspraxis am Sydney Conservatorium of Music (der Universität Sydney). Seine Monografie Off the Record: Performing Practices in Romantic Piano Playing (OUP: 2012) hat gute Kritiken bekommen und wird weithin als unentbehrlicher wissenschaftlicher Text für professionelle Pianisten anerkannt. Neal Peres Da Costa ist Gewinner der ARIA Music Awards und hat eine umfassende Diskografie vorzuweisen. Er tritt regelmäßig auf, hält Vorträge und gibt Meisterkurse in aller Welt.