Orchestermusik

Claude Debussy. Fotografie 1900

Während seines ganzen schöpferischen Lebens fühlte sich Claude Debussy von den kompositorischen Möglichkeiten angezogen, die ein großbesetztes Orchester bietet, und so spannt sich zwischen der „Première Suite dʼorchestre“ (1882−84) und der „Première Rhapsodie pour clarinette et orchestre“ (1910) ein zwar zahlenmäßig überschaubares, aber musikalisch umso vielfältigeres Korpus an Werken für Sinfonieorchester bzw. für Soloinstrument und Orchester. Weitgehend losgelöst von den klassischen Formen ließ sich Debussy ganz von außermusikalischen Ideen leiten: Inspiration fand er in der altgriechischen Sagenwelt und vor allem in der Natur, in der er ein intuitives und ewiges Wissen über die Harmonie zu finden glaubte:

„Wer wird das Geheimnis der musikalischen Komposition ergründen? Das Rauschen des Meeres, der Bogen des Horizonts, der Wind in den Blättern, ein Vogelruf hinterlassen in uns vielfältige Eindrücke. Und plötzlich, ohne dass man das Mindeste dazutut, steigt eine dieser Erinnerungen in uns auf und wird zur musikalischen Sprache. Sie trägt ihre Harmonie in sich selbst.“ (Claude Debussy 1911).

Komplex und unergründlich wie die Natur selbst erscheint auch die Tonsprache, die Debussy um die Jahrhundertwende entwickelte und mit der er einen bis dato nie gehörten Klangfarbenreichtum erschloss. Seine vier sinfonischen Hauptwerke „Prélude à l’après-midi d’un faune“ (1891–94), „Trois Noctures“ (1897–99), „La Mer“ (1903–05) und „Images“ (1905–12), zu ihrer Entstehungszeit durchaus eine Herausforderung für den Hörer, sind heute ebenso populär wie die Bilder der impressionistischen Maler. Denn trotz aller Neuartigkeit war Debussy kein radikaler Avantgardist, und seine Orchesterwerke gefallen durch ihren außerordentlichen Wohlklang.

Jedes Werk eine andere Geschichte. Claude Debussys Orchesterwerke im Bärenreiter Urtext

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