Klaviermusik

Claude Debussy am Klavier 1893 bei Ernest Chausson (hinter ihm) (Bibliothèque nationale de France)

Claude Debussy, ein großer Bewunderer der Malerei William Turners, erklärte im Frühjahr 1908 gegenüber seinem Verleger Jacques Durand, er versuche „etwas anderes“ zu schaffen, in gewisser Weise „Realitäten“, was von den „Dummen“ jedoch als „Impressionismus“ bezeichnet werde. Die Musik, eine „geheimnisvolle Mathematik“, „deren Elemente am Unendlichen teilhaben“, fasse, so ergänzte er bei anderer Gelegenheit, die „geheimnisvollen Beziehungen zwischen Natur und Phantasie“ in Töne. Die Schönheit eines Werkes bleibe immer ein Geheimnis, es genau zu ergründen, sei unmöglich.

Zum 100. Todestag von Claude Debussy bietet Bärenreiter zentrale Klavierwerke des Komponisten in aktuellen Urtexteditionen an, darunter beliebte Zyklen und Sammlungen wie „Children’s Corner“ (BA 8767), „Suite bergamasque“ (8769), „Deux Arabesques“ (BA 8768) oder die „Préludes, 1er livre“ (BA 10818; „Préludes, 2e livre“: i. V.., BA 10819) und nicht zuletzt die virtuosen, durch irisierende Klangfarben und schillernde Harmonien verzaubernden „Images“ für Klavier (BA 10821, BA 10822). Für die Edition der zum Teil sehr komplexen Klaviermusik wurde auf eine elegante und lesefreundliche Notengrafik mit praktischen Wendestellen besonderer Wert gelegt.

Neben einem kenntnisreichen Vorwort, das in die Werke einführt, und einem Kritischen Bericht, der Lesarten und editorische Entscheidungen dokumentiert, enthalten alle Ausgaben zudem wertvolle Hinweise zu aufführungspraktischen Fragen wie Dynamik, Pedalgebrauch, Tempo, Artikulation, Tongebung oder Instrumentarium, die für das Verständnis von Debussys neuartiger Klangwelt essentiell sind: „Ich bin immer gespannt, meine Musik zu hören. Ich erkenne darin immer neue Veränderungen. Eines kommt, jenes geht, etwas anderes verändert sich. Die Dynamik wechselt, die Bewegungen fluktuieren“, so Debussy. Das Improvisatorisch-Momenthafte seiner Klaviermusik unterliegt jedoch einer präzise geplanten Struktur, die das Verhältnis und Variation einzelner Segmente zueinander, die Auswahl und Mischung von Klangfarben ebenso wenig dem Zufall überlässt wie Tempoangaben und Spielanweisungen.

Wer sich mit ersten Stücken des Komponisten vertraut machen möchte, der findet in der repräsentativen Auswahl des Debussy gewidmeten Heftes der beliebten Reihe „Leichte Klavierstücke und Tänze“ (BA 6573) den idealen Einstieg. Die mit praxiserprobten Fingersätzen versehene Ausgabe richtet sich an alle Altersgruppen und eignet sich vor allem für Musikunterricht und Musikschule.

Debussy‘s „Préludes“ – Fragen an den Herausgeber Thomas Kabisch

Handsätze – Fingersätze. Drei Fragen an Martin Widmaier

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