Salieri, Antonio
Prima la musica e poi le parole
Divertimento teatrale in one act
Edition no.
BA 8811-90
ISMN
9790006542826
Volume / Series
BÄRENREITER URTEXT
Editor
Betzwieser, Thomas / La Salvia, Adrian
Arranger
Müller, Karl-Heinz / Schellevis, Hans
Language(s) of work
Italian, German
Language(s) of text
German, English
Product format
Vocal score, Urtext edition
Comments
Replaces BA 7698-90
Binding
Paperback
Pages / Format
XVI, 199 S. - 27,0 x 19,0 cm
Am 7. Februar 1786 kam es im Rahmen eines Festes, zu dem Kaiser Joseph II. in die Orangerie von Schloss Schönbrunn geladen hatte, zu einem denkwürdigen musikalischen Wettstreit. Die italienischen „Hofoperisten“ stellten dem „Schauspieldirektor“ von Mozart, der von einem deutschen Singspiel-Ensemble dargeboten wurde, die Opera buffa „Prima la musica e poi le parole“ von Antonio Salieri gegenüber. Diese köstliche Opernsatire gehört zum Genre des „metamelodramma“, bei dem die Oper selbst zum Gegenstand der Handlung wird. Die an einer Opernproduktion beteiligten Personen, wie z. B. Dichter, Komponist und Primadonna, treten selbst in Erscheinung. Auf diese Weise kommt es zu einer humorvollen Selbstspiegelung der Künstler in den Bühnenfiguren. Indem Salieri bei diesem „Theater auf dem Theater“ in den Einlagearien auch noch Musik aus Giuseppe Sartis „Giulio Sabino“ parodiert, spielt er mit präexistenter, dem Uraufführungspublikum durchaus bekannter Musik. Durch seine musikalische Reflexion über musikdramatischen Stil und die Diskussion über die Priorität von Wort oder Ton erweist sich dieses Meisterwerk als früher Vorläufer von Richard Strauss’ „Capriccio“.

Die Neuedition der Partitur im Rahmen von „OPERA – Spektrum des europäischen Musiktheaters in Einzeleditionen“ hat zahlreiche Änderungen mit sich gebracht (Librettotext, Regieanweisungen, Artikulation, Verzierungen etc.), die in den Neustich des Klavierauszuges eingearbeitet wurden. Des weiteren wurden sämtliche Anhangnummern aus der Partitur, die den Zitatkomplex aus Giuseppe Sartis „Giulio Sabino“ betreffen, in den Klavierauszug übernommen.

• Urtextausgabe auf Grundlage der von Thomas Betzwieser (Notenedition) und Adrian La Salvia (Textedition) im Rahmen von „OPERA – Spektrum des europäischen Musiktheaters in Einzeleditionen“ herausgegebenen historisch-kritischen Hybridausgabe der Partitur
• Italienisches Originallibretto mit sangbarer deutscher Übersetzung
• Umfangreiches zweisprachiges Vorwort (dt./engl.) zu den Themen Werkgenese, Rezeption, Metamelodramma und Intertextualität etc.
• Umfangreicher Anhang zum Zitatkomplex aus Giuseppe Sartis „Giulio Sabino“
• Praxisorientierter, gut spielbarer Klavierauszug

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