Gounod, Charles
Faust
Opera with a Prologue and four Acts (First version) / Opera in five Acts (Second version)
Dialogue versions
Edition no.
BA 8714-72
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Volume / Series
BÄRENREITER URTEXT
Editor
Prévost, Paul
Instrumentation of the work
Soloists, Choir, Orchestra
Orchestral scoring
2S-solo,Mez-solo,T-solo,2Bar-solo,B-solo/GemCh(SSTTBB)/2(I auch Picc),2(I auch Ehn),2(I auch Bkl),2,-4,2Cnt à pist(auch 2 Trp),3,Ophécl,(Tb)-Timp,Perk-4 Hrf, Org-Str
Language(s) of work
French
Product format
Rental / hire material, Urtext edition
Instrumentation
Soprano solo (2), Mezzo-soprano solo, Tenor solo, Baritone solo (2), Bass solo, Mixed choir (SSTTBB), Orchestra, Stae music
Charles Gounods „Faust“ erlangte seine internationale Anerkennung in der Fassung als vollständig gesungene Oper. Darüber geriet weitgehend in Vergessenheit, dass das Werk ursprünglich mit gesprochenen Dialogen komponiert worden war. Die frühen Fassungen mit Dialogen und Melodramen vor der Aufführung 1869 an der Pariser Opéra sind Gegenstand dieser neuen Ausgabe und enthalten umfangreiches unbekanntes Material. (Die dritte Fassung „version opéra“, erschien 2016 in einer separaten Ausgabe, BA 8713).

Bereits im Verlauf der Proben 1858 am Théâtre-Lyrique, während der ersten Aufführungsserie dort 1859, sodann im Vorfeld der Wiederaufnahme 1862 sowie während der Aufführungen auf der kleineren Bühne an der Place du Châtelet kam es ununterbrochen zu Änderungen und Umgestaltungen. Eindeutig definierte Fassungen sind somit unmöglich zu etablieren. Doch unter Einbezug des vollständigen zugängigen Quellenmaterials (darunter erst kürzlich entdecktes, spannendes Material) sowie der verschiedensten Aspekte der Rezeption legt Paul Prévost systematisch eine in zwei Hauptfassungen angelegte Partitur vor, in deren Chronologie Stetigkeit und Wandel nachvollziehbar werden. So ist, unter Dokumentation aller musikalischer Veränderungen eine für Aufführungen praktikable Partitur entstanden, die einen noch viel zu unbekannten „Faust“ zeigt – ein „Faust“, der in der Tradition der Comique wurzelt.

Etliche musikalische Nummern werden hier erstmals als Partitur veröffentlicht: Das Terzett Faust-Wagner-Siebel „À l’étude ô mon maître“, das Duett von Valentin und Marguerite „Adieu, mon bon frère!“, Méphistophélès‘ Arie „Maître Scarabée“, Siebels Romanze „Versez vos chagrins dans mon âme!“, Valentins Arie mit Chor „Chaque jour, nouvelle affaire“, der Hexenchor „Un deux et trois“, außerdem sieben „Mélodrames“, deren fehlende oder unvollständige Orchestrierung für die vorliegende Edition vervollständigt wurde. Erst vor Kurzem fand sich von Fausts Original-Kavatine „Salut! demeure chaste et pure“ der lange verschollene zweite Teil. Andere Nummern unterscheiden sich von den bekannten Stücken nur durch Details in der Orchestrierung.

Die Ersteinspielung von Gounods „Faust“ in der Urfassung von 1859 wurde mit dem „Opus Klassik“ 2020 ausgezeichnet.

Press reviews
„Anstatt einfach nur die das Werk in der Gestalt seiner ersten Aufführung von 1859 wiederzugeben, bietet Paul Prévosts neue Bärenreiter-Ausgabe eine Reihe verschiedener Optionen durch dieses vielfach überarbeitete Stück, womit die Theater potenziell nicht nur die Fassung 1859 (mit gesprochenen Dialogen und Melodramen) aufführen können, sondern auch die allerersten Pläne des Komponisten, von denen Vieles vor der Premiere bereits gestrichen wurde. […] Dieser „neue“ Faust ist eine Offenbarung – eine faszinierende Ergänzung der bekannten Fassung von 1869 und zugleich eine aufregende Alternative. Die angekündigte Einspielung von Rousset und seinen Leuten sollte die nötige Plattform bieten, ihn im Repertoire zu verwurzeln.“
(Alexandra Coghlan, Opera, September 2018)

„Die Unterschiede gegenüber der üblicherweise aufgeführten Fassung sind zahlreich, vor allem ist es die Anwesenheit der gesprochenen Dialoge und der Mélodrames, die den generellen Tonfall des Werks verändern. Entsprechend den Prinzipien des Cromwell-Vorworts schrieben die Librettisten Jules Barbier und Michel Carré ein romantisches Drama, in dem das Groteske an das Erhabene grenzt, in dem sich Katholizismus mit französischem Witz mischt.“
Jacques Bonnaure (Opéra magazine)
on Req.
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