Wahnwitzig und abgründig

Manfred Trojahns Oper „Was ihr wollt“ in Hannover

Nach der blutigen Tragödie „Orest“ in der Spielzeit 2012 /13 zeigt die Staatsoper Hannover mit der 1998 in München uraufgeführten Oper „Was ihr wollt“ eine andere Facette des Opernschaffens von Manfred Trojahn: eine wahnwitzige und abgründige Komödie über die Irrungen und Wirrungen menschlichen Seins. Premiere ist am 8. Dezember. Die musikalische Leitung hat Mark Rode, die Inszenierung verantwortet Balázs Kovalik.

In einem phantastischen Spiegelkabinett der Liebe verirren sich die Figuren in Shakespeares Komödie. Wenn auch am Schluss alles wieder in Ordnung zu sein scheint, so bewegen sich die Figuren doch ständig am Rand des Wahnsinns, und es ist eine Ironie der Geschichte, dass der Hausnarr offenbar den klarsten Verstand besitzt, während ausgerechnet der Kontrollierteste von allen, der Hüter der Ordnung Malvolio, als der Wahnsinnigste erscheint, der sich in diesem fantastischen Spiel der Täuschungen, der Spiegelungen, des Identitätsverlusts, der unbewussten Selbstentlarvung zum Narren macht – ein Spiel voller doppelbödigem Witz und Ironie.

8.12.2018 Staatsoper Hannover
Manfred Trojahn
Was ihr wollt. Oper in vier Akten. Text von Claus H. Henneberg nach William Shakespeares „Twelfth Night“
Musikalische Leitung: Mark Rode, Inszenierung: Balázs Kovalik
Weitere Aufführungen: 14.12., 27.12.2018, 5.1., 8.1., 20.1.2019
Info: www.oper-hannover.de