Heinrich Schütz – Life and Work

In 1599, just before the age of fourteen, Heinrich Schütz joined the Collegium Mauritianum at the Kassel court of the Landgrave of Hesse as a choirboy and pupil. The Landgrave enabled him to study with Giovanni Gabrieli in Venice for several years beginning in 1609. Trained as a composer and organist, Schütz returned to Germany in 1613 armed with the latest knowledge on music of the period and first worked as court organist in Kassel. From there he was soon appointed to the Dresden court. Here he worked as “Organist und Director” der Musica and became court “Kapellmeister” in 1619. Apart from a second period of study in Venice as well as time spent at the Danish court, Dresden remained his workplace for the rest of his life. Schütz was the most important and highly-regarded composer during the period of the Thirty Years’ War. Schütz’s compositional output demonstrates both German as well as Italian musical styles. He succeeded in creating a synthesis between the tradition of Protestant church music (Psalmen Davids, Symphoniae Sacrae, Geistliche Chormusik, etc.) and the new stylistic achievements of Italian vocal music.

1585

Heinrich Schütz wird am 14. Oktober in Köstritz geboren.

1591

Umzug der Familie nach Weißenfels. Der Vater übernimmt den Gasthof „Zum goldenen Ring“

1599

Landgraf Moritz von Hessen nimmt Schütz in seine Kantorei auf.

1599–1608

Schütz ist Kapellknabe und Schüler am Mauritianum in Kassel. 

1608–1609

Jurastudium in Marburg

1609–1612

Landgraf Moritz gewährt Schütz ein Stipendium (bis 1611) für einen Aufenthalt in Venedig, Schütz studiert bei Giovanni Gabrieli und bleibt mit Unterstützung der Eltern noch bis 1612 in der Lagunenstadt.

1611

Italienische Madrigale SWV 1–19

1613

Schütz wird zum zweiten Hoforganisten in Kassel ernannt.

1614

Schütz besucht im Gefolge Landgraf Moritz' zum ersten Mal Dresden. Kurfürst Johann I. versucht, Schütz für Dresden zu gewinnen.

1617

Landgraf Moritz gibt nach und Schütz wird kurfürstlich-sächsischer Hofkapellmeister.

1618

Beginn des Dreißigjährigen Krieges

1619

Hochzeit mit Magdalene Wildeck
Psalmen Davids SWV 22–47

1621

Geburt der Tochter Anna Justina

1623

Geburt der Tochter Euphrosyne
Auferstehungs-Historie SWV 50

1625

Magdalene Schütz stirbt
Cantiones sacrae SWV 53–93

1627

Auf Schloß Hartenfels Uraufführung von Schütz' Oper Dafne (Musik verschollen)

1628

Beckerscher Psalter SWV 97–256

1628–1629

Zweiter Aufenthalt in Venedig

1629

Symphoniae sacrae I SWV 257–276

ab 1630

Die Kriegsereignisse greifen auch auf Sachsen über. Die Umstände für die Hofkapelle verschlechtern sich.

1633–1635

Reise nach Dänemark

1633

Schütz wird gleich nach seiner Ankunft in Kopenhagen zum Hofkapellmeister ernannt.

1636

Musikalische Exequien SWV 279–281
Kleine geistliche Konzerte I SWV 282–305

1637–1638

Zweite Dänemark-Reise

1638

Tod der Tochter Anna Justina

1639

Kleine Geistliche Konzerte II SWV 306–337

1640

Schütz verbringt etwa ein halbes Jahr in Hannover, um die dortige Hofmusik aufzubauen.

1642–1644

Dritte Dänemark-Reise
Schütz wird in Kopenhagen zum Oberkapellmeister ernannt.

1645

Erste Bitte um Versetzung in den Ruhestand

1647

Symphoniae sacrae II SWV 341–367

1648

Frieden zu Münster und Osnabrück / Ende des Dreißigjährigen Krieges
Geistliche Chormusik SWV 369–397

1650

Symphoniae sacrae III SWV 398–418

1651

Schütz wiederholt seine Bitte um Versetzung in den Ruhestand.

1655

Tod der Tochter Euphrosyne

1656

Kurfürst Johann Georg I von Sachsen stirbt. Sein Nachfolger Johann Georg II reorganisiert die Hofkapelle und gibt Schütz' Bitte um Versetzung in den Ruhestand weitgehend statt.

1657

Zwölf geistliche Gesänge SWV 420–431

1663/1664

Lukaspassion SWV 480

1664

Weihnachtshistorie, 2. Fassung SWV 35

1665

Johannespassion SWV 481

1666

Matthäuspassion SWV 479

1671

Die letzten Werke von Heinrich Schütz entstehen: Psalm 119, Psalm 100, Deutsches Magnificat SWV 482–494

1672

Heinrich Schütz stirbt am 6. November in Dresden.

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