George Frideric Handel – Life and Work

Ever since his day, George Frideric Handel has been regarded as one of the greatest Baroque composers of his time. The composer and organist was born in Halle, and commenced his studies there under Zachow. As a British naturalized citizen he wrote his greatest operas in London and, with works including the Messiah, established the English oratorio as a genre. In 1703 he became a violinist at the Hamburg opera for which he composed his first opera in 1705. On a trip to Italy he was greatly influenced by Corelli, and by Alessandro and Domenico Scarlatti. In 1710 he became court “Kapellmeister” in Hanover before moving to London in 1713. He was entrusted in 1719 with running the Royal Academy of Music, an operatic venture newly founded by aristocrats. As its impresario he experienced triumphs but also intrigue and, in 1728, the financial ruin of the business. Until 1734 the performances of his operas and oratorios took place at the Haymarket Theatre, then at Covent Garden. The public’s waning interest in Italian opera was one of the factors which finally led Handel to devote himself entirely to oratorio (including Saul, Israel in Egypt, Samson).

1685

Georg Friedrich Händel wird am 23. Februar in Halle an der Saale geboren.

ca. 1695

Der Vater schickt Georg Friedrich zu dem Organisten und Komponisten Fr. Zachow in die Lehre, obwohl er Bedenken gegen den Beruf des Musikers hat.
Bei Zachow erhält Händel Cembalo-, Orgel- und Kompositionsunterricht, er erlernt auch die Grundlagen des Violinspiels.
Möglicherweise erste Kompositionen (Kantaten oder geistliche Konzerte)

1697

Reise nach Berlin (noch in Begleitung des Vaters, Datierung ungewiss: möglicherweise war Händel zweimal in Berlin: 1697 und 1702). Kurfürst Friedrich III. schlägt vor, Georg Friedrich nach Italien zur Ausbildung zu schicken, was der Vater jedoch ablehnt.
Tode des Vaters

1701

Erstes Zusammentreffen mit Telemann

1702

Immatrikulation an der Universität Halle. Kurz darauf wird Händel auf Empfehlung Zachows an der reformierten Dom- und Schlosskirche als Organist angestellt. Es ist jedoch nur eine Übergangsstelle.

1703

Händel reist nach Ende der Probezeit seiner Organistenstelle nach Hamburg.
Bekanntschaft mit Mattheson.
Im August reisen Mattheson und Händel nach Lübeck, da sie Interesse an der Nachfolge Buxtehudes als Marienorganist haben. Die Bedingungen für diese Amtsübernahme sagen ihnen jedoch nicht zu.
Händel arbeitet daraufhin zunächst im Orchester der Gänsemarkt-Oper unter Reinhard Keiser.

1704

Die Gänsemarkt-Oper wird geschlossen. Händel verdient seinen Lebensunterhalt durch Unterrichten.

1705

Uraufführung der ersten beiden Opern Händels: Almira, Königin von Kastilien HWV 1 und Die durch Blut und Mord erlangte Liebe oder: Nero HWV 2. Während Almira sehr erfolgreich war, wurde Nero nach drei Aufführungen abgesetzt.

1706

Händel reist möglicherweise auf eine Einladung des Erbprinzen F. de Medici nach Italien.

1707

Eintreffen in Rom, über Venedig (?) und Florenz kommend. Händel macht sich schnell einen Namen als Virtuose und erhält von verschiedenen Stellen zahreiche Kompositionsaufträge.
Bekanntschaft mit Corelli

1709

Händels Oper Agrippina HWV 6 wird in Venedig uraufgeführt.

1710

Händel folgt einer Einladung an den Hof in Hannover. Noch im gleichen Jahr wird er zum Hofkapellmeister ernannt.
Erste Reise über Düsseldorf nach London

1711

Erste Oper Händels für London: Rinaldo HWV 7a (aufgeführt am Haymarket-Theater)

1712

Zweite Reise nach London
Il Pastor fido HWV 8a
Teseo HWV 9 (aufgef. ebenfalls am Haymarket-Theater)

1713

Niederlassung in London

1715/16

Erfolglose Bewerbung um die Kantoratsstelle in Hamburg (?) mit der Passion Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesus HWV 48 nach einem Text von Brockes

1716

Reise nach Deutschland im Gefolge des Königs

1717

Schließung des Haymarket Theaters

1717/18

Längerer Aufenthalt in Cannons bei James Brydges, dem Earl of Carnarvon
Komposition einiger Anthems, früher fälschlich als Chandos-Anthems bezeichnet

1719

Im Mai Gründung eines neuen Opernunternehmens, der Royal Academy of Music. Die Leitung wird Händel übertragen. Noch im Mai Abreise Händels nach Deutschland, um Sänger für das neue Unternehmen zu engagieren. Rückkehr im November

1720

Eröffnung der Royal Academy of Music mit zwei Opern, darunter Radamisto HWV 12. Händel erwirkt das alleinige Druckrecht seiner Werke für 14 Jahre. Druck der acht Suites de Pieces pour le Clavecin HWV 426–433

1720–1727

Händel komponiert für die Saisons der Royal Academy mehrere Opern, darunter:

1721

Floridante HWV 14

1723

Ottone HWV 15
Flavio HWV 16

Händel mietet sich ein Haus in der Lower Brook Street, in dem er bis zu seinem Tode lebt.
Komposition des Giulio Cesare HWV 17

1724/25

Tamerlano HWV 18
Rodelinda HWV 19

1725/26

Scipione HWV 20

1727

Händel wird auf seinen Antrag hin die englische Staatsbürgerschaft verliehen.

1728

Die Royal Academy wird aufgrund finanzieller Schwierigkeiten und wegen des Erfolgs der Beggar's Opera aufgelöst.

1729

Am Haymarket Theater soll die Produktion italienischer Opern für fünf Jahre fortgesetzt werden, Händel reist nach Italien, um Sänger anzuwerben.

1729–1734

Aufführungen Händelscher Opern und Oratorien in den Akademien am Haymarket Theater, darunter:

1729/30

Lotario HWV 26
Partenope HWV 27

1731/32

Sosarme HWV 30
Esther (HWV 50a bzw. in einer überarbeiteten Fassung HWV 50b)

1732/33

Orlando HWV 31
Deborah HWV 51

1734

Arianna in Creta HWV 32
Händels Vertrag mit dem Betreiber des Haymarket Theaters, Heidegger, läuft aus, weshalb er zum Theatre Royal in Covent Garden wechselt.

1734–1741

Händels Erfolg nimmt trotz zahlreicher neukomponierter Opern langsam ab. Seine Gesundheit leidet unter den Anstrengungen.

1735

Händel spielt erstmals ein Orgelkonzert (HWV 293) in einer Aufführung eines seiner Oratorien (Athalia HWV 52, 1734).

1741

Imeneo HWV 41 und Deidamia HWV 42 werden als letzte italienische Opern Händels uraufgeführt. Händel sieht sich immer gröberen Anfeindungen ausgesetzt. In der folgenden Zeit konzentriert sich Händel auf die Komposition und Aufführung von Oratorien.

1741/42

Reise nach Dublin, für die er den Messiah HWV 56 komponiert. Der Aufenthalt in Irland wird für ein Händel eine Genugtuung.

ab 1743

Nach seiner Rückkehr nach London führt Händel regelmäßig neue Oratorien auf (Samson HWV 57, The Story of Semele HWV 58, Joseph and his brethren HWV 59 sowie den Messiah)

1746

Händel wird Ehrenmitglied der „Correspondierenden Societät der musikalischen Wissenschaften“ in Leipzig, der ein Jahr später auch Bach beitritt.

1747

Judas Maccabaeus HWV 63
Joshua HWV 64

Concerto a due cori HWV 333

1749

Händel erhält von König Georg II. den Auftrag, eine Festmusik zu schreiben. Zur Probe der Music for the Royal Fireworks HWV 351 sollen über 12.000 Menschen gekommen sein.

1750

Letzte Reise nach Deutschland und Holland (August-Dezember)

1751–1753

Beginn einer Augenkrankheit, die schließlich zur Erblindung Händels führt. Trotz der sich verschlechternden Gesundheit nimmt Händel noch weiterhin an Oratorienaufführungen teil und spielt eigene Orgelkonzerte.

1758

Augenoperation durch John Taylor (der zuvor schon Bach operiert hatte), die jedoch zu keinem Erfolg führt

1759

Georg Friedrich Händel stirbt am 14. April in London.

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