Franz Adolf Berwald – Life and Work

The violinist and composer Franz Berwald came from a Swedish family of musicians of German origin. As a young man he played the violin and viola in the court orchestra in Stockholm. His early compositions were rejected as too unconventional. A journey to central Europe still didn’t lead to a breakthrough, forcing him to earn his living working as an orthopaedist and director of a glassworks. It wasn’t until 1864 that he became a member, and later professor of composition, at the Swedish Royal Academy of Music. During his lifetime, Berwald’s music did not always receive the proper recognition it deserved. His four symphonies mark the beginning of the tradition of this genre in Scandinavia, and his late string quartets are now highly regarded. The Swedish composer’s style bears little relation to European romanticism and is more in keeping with classical poise and form.

1796

Franz Adolf Berwald am 23. Juli in Stockholm geboren.
Er wird vermutlich zunächst von seinem Vater zum Violinisten ausgebildet.

1806

Berwald tritt als Zehnjähriger in Konzerten auf.

1812–1818

Anstellung als Violinist in der Königlichen Hofkapelle in Stockholm

1816

Erste Kompositionen Berwalds

1818–1820

Berwald verlegt ein musikalisches Journal, in dem er eigene Kompositionen veröffentlicht.
Streichquartett g-Moll (1818)

1819

Konzertreise nach Finnland
Quartett für Bläser und Klavier

1820–1823

Erneute Anstellung als Violinist in der Köngl. Hofkapelle in Stockholm
Violinkonzert (1820)

1824–1828

Anstellung als Bratscher in der Königlichen Hofkapelle in Stockholm

1825

Tod des Vaters, die Familie gerät in finanzielle Bedrängnis
Serenade

1828

Septett B-Dur

1829

Der schwedische Kronprinz ermöglicht Berwald eine Reise nach Berlin.

1829–1834

Von den in Berlin fertiggestellten Werken Berwalds wird keines aufgeführt. Berwald eröffnet eine Praxis für orthopädische Medizin, um seinen Unterhalt zu verdienen.

1835

Berwald gründet ein orthopädisches Institut.

1841

Auflösung des Instituts und Umzug nach Wien
Berwald heiratet Mathilde Scherer.

1841–1842

Vier Tongemälde für Orchester
Sinfonie serieuse

In Wien entstanden auch einige Teile der Oper Estrella de Soria in einer ersten Fassung.

1842

Wohltätigkeitskonzert in Wien unter Berwalds Leitung
Rückkehr nach Schweden, wo Berwald versucht, durch ein Konzert an frühere Erfolge anzuknüpfen, doch ohne nennenswerten Erfolg

1842–1846

Berwald ist auf dem Höhepunkt seines kompositorischen Schaffens: zwei Tongemälde, drei Symphonien, die Operetten Jag gar i kloster und Modehandlerskan. Einige der Werke wurden in Schweden auch aufgeführt.
Beginn der Arbeit an einem Kontrapunkt- und Kompositionslehrbuch

1846

Geburt des Sohnes Hjalmar. Berwald bittet erfolglos um die Unterstützung für eine weitere Auslandsreise, finanziert diese durch Konzertreisen schließlich selbst.

1846–1849

Reise nach Paris und Wien
Konzertreisen in Österreich und Süddeutschland
In Salzburg wird Berwald Ehrenmitglied des Mozarteums.

1849

Erfolglose Bewerbung um die Stellen des director musices an der Universität Uppsala sowie des Hofkapellmeisters in Stockholm
Im Mai Rückkehr Berwalds nach Stockholm

1849–1858

Berwald leitet eine Glashütte in Sandö (Nordschweden), um den Unterhalt für seine Familie zu verdienen. In dieser Zeit entstehen ein Klavierkonzert, drei Klaviertrios und zwei Klavierquintette.
Berwald unternimmt mehrere kürzere Auslandsreisen.

1858

Berwald übernimmt für kurze Zeit die Leitung einer Glashütte bei Stockholm, macht sich danach für wenige Jahre mit einer Ziegelei selbständig.

1862

Die Oper Estrella de Soria wird am Königl. Theater erfolgreich uraufgeführt.

1864

Berwald wird Mitglied der Königl. Musikakademie.
Die Oper Drottningen av golconda wird vollendet, aber nicht aufgeführt.

1866

Berwald erhält den Auftrag, für die Industriemesse eine Eröffnungskantate zu komponieren.

1867

Berufung als Kompositionslehrer ans Konservatorium von Stockholm
Er erhält den Auftrag, das Choralbuch neu zu harmonisieren.

1868

Franz Adolf Berwald stirbt am 3. April in Stockholm.

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