Porträt Dieter Ammann


"Eine Definition von Musik? Ein mittels Klang gestalteter Abschnitt von (Erlebnis)zeit in einer möglichst eigenständigen musikalischen Sprache. Obwohl die Strenge der Materialbehandlung und Komplexität bezüglich Struktur und Form unabdingbare Merkmale komponierter Musik darstellen, ist es mein Ziel, mittels musikalischer Phantasie und Intuition eine gestisch und emotional geladene Musik zu schreiben."
Dieter Ammann

1962 am 17. Mai in Aarau geboren
Erster Klavierunterricht im Vorschulalter, später auf autodidaktischem Weg Trompete. Während des Gymnasiums (nebst Klavier) auch Gitarre.
ab 1982 Studium an der Akademie für Schul- und Kirchenmusik Luzern zur Erlangung der Diplome Schulmusik I und II (Schwerpunktfach: Dirigieren)
parallel dazu
1983-84
Jazzschule Bern (allgemeine Abteilung)
1986 Aufenthalt in Berlin als freischaffender Musiker (v.a. improvisierte Musik)
1988-92 Studium für Theorie und Komposition an der Musikakademie Basel
ab 1991 Beginn der Kompositionstätigkeit, Kurse bei W. Rihm, W. Lutoslawski, D. Schnebel, N. Castiglioni
Förderungspreis des Aargauer Kuratoriums
1993 Werkbeitrag des Aargauer Kuratoriums
1995 Erstpreisträger für die Schweiz am Wettbewerb «Young composers in Europe»
Leipzig (Studienaufenthalt, verbunden mit Präsentationskonzerten im Gewandhaus)
1996 Hauptpreis am «International Competition for Composers» (in honor of Luciano Berio) der IBLA-Foundation New York
Werkbeitrag durch Stadt und Kanton Luzern
Projektbeitrag des Aargauer Kuratoriums
1997 Erster Preis am internationalen Kompositionswettbewerb «Symposium NRW für Neue Musik» im Rahmen des Festivals «Niederrheinischer Herbst»
1998 Werkbeitrag des Aargauer Kuratoriums
Gewinner des Franz Liszt-Stipendiums der Hochschule für Musik «Franz Liszt» und der Weimar 1999 Kulturstadt Europa GmbH (6-monatiger Kompositionsaufenthalt mit Konzerten)
1999 Second Level Award am «International Competition for Composers» der IBLA-Foundation New York
2001 Werkbeitrag des Aargauer Kuratoriums
2003 Composer-in-residence beim 18. Internationalen Musik Festival Davos (CH)
Atelieraufenthalt Berlin des Aargauer Kuratoriums
Werkpreis der Stadt Zofingen
Anerkennungspreis der M. + C. Dienemann-Stiftung
2004 Werkbeitrag durch Stadt und Kanton Luzern
2007 Werkbeitrag des Aargauer Kuratoriums
2008 Verleihung des Förderpreises für Komposition der Ernst von Siemens Musikstiftung München
2009 Composer-in-residence beim Festival «Les muséiques» Basel
2010 Composer-in-residence beim Lucerne Festival
Lebt in Zofingen (CH)


Bisherige Tätigkeiten
  • Auftragskompositionen (z.B. für das Lucerne Festival, ensemble für neue musik zürich, Mondrian Ensemble, Berliner Philharmonisches Streichtrio, Kammerorchester Basel, europäischer musikmonat u.a.)
  • Aufführungen im In- und Ausland (z.B. Gewandhaus Leipzig, Bayerische Akademie der schönen Künste, Philharmonie Berlin, Centre Culturel Suisse Paris, Festival «Lichtung» Tokyo, Spring Festival Port Fairy [AUS], Wigmore Hall London, Bukarest [World Music Days 99] u.a.)
  • improvisierte Musik, Jazz (u.a. Teilnahme an den internationalen Festivals von Willisau, Lugano, Köln, Antwerpen); als «free-lance-musician» bei diversen Plattenproduktionen mitwirkend (z.B. Eddie Harris)
  • Professur an der Musikhochschule Luzern für Komposition, Tonsatz / Analyse, Kammermusik und Improvisation
  • Vorstandsmitglied IGNM, Ortsgruppe Zentralschweiz
  • Jurymitglied der Wettbewerbskommission Musik von Stadt und Kanton Luzern
  • Künstlerischer Leiter der Konzertreihe "Kulturraum Hirzenberg"

Kurzbiographie:

Dieter Ammann wurde 1962 in Aarau geboren; er wuchs in einem sehr musikalischen Elternhaus auf. Nach der Matura ergriff Ammann das Schulmusikstudium an der Akademie für Schul- und Kirchenmusik Luzern; parallel dazu absolvierte er einige Semester an der Swiss Jazz School in Bern.
Danach war er einige Zeit als Musiker im Bereich improvisierte Musik/Jazz tätig.
Er spielte (als sideman oder mit eigenen Formationen) beispielsweise an den int. Festivals von Köln, Willisau, Antwerpen, Lugano u.a.. Plattenproduktionen und Studiosessionen brachten ihn mit so unterschiedlichen Künstlern wie Eddie Harris oder Udo Lindenberg zusammen.
Anschliessend folgte ein Studium für Theorie und Komposition an der Musikakademie Basel, gefolgt von Meisterkursen bei Wolfgang Rihm, Witold Lutoslawski u.a.
In den 90er-Jahren verlagerte sich Ammanns Schwerpunkt hin zur Komposition ; für seine Orchester- und Kammermusikwerke erhielt er zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen (z.B. Aargauer Kuratorium, Hauptpreis am int. Kompositionswettbewerb der IBLA-Foundation New York, Franz Liszt-Stipendium der "Weimar Kulturstadt Europas"- Stiftung, 1. Preis "young composers in Europe", Leipzig, Förderpreis für Komposition der Ernst von Siemens Musikstiftung München, u.a.). Schreibt wenig, weil langsam.

Unter den Interpreten seiner Orchesterwerke befinden sich Jonathan Nott, Peter Rundel, Peter Hirsch, Jürg Henneberger u.a.

Ammann ist Professor für Theorie/Komposition an der Musikhochschule Luzern und doziert an der Hochschule der Küste Bern.