| 1797 | Franz Peter Schubert am 31. Januar in der Wiener Vorstadt Lichtenthal (Liechtental) geboren |
| ab 1804 | der Vater unterrichtet Schubert im Violinspiel. Das Klavierspiel erlernt Schubert von seinem Bruder Ignaz,
später wird er Schüler des Lichtenthaler Chorregenten Michael Holzer, der ihn im Orgelspiel und in Theorie unterrichtet |
| 1808 | Franz Schubert wird in die k.k. Hofkapelle (Stadtkonvikt) als Chorknabe aufgenommen Bekanntschaft mit Josef von Spaun, aus der sich eine lebenslange enge Freundschaft entwickelt. Schubert spielt im Konviktsorchester in der 2. Violine, übernimmt gelegentlich vertretungsweise die Leitung des Orchesters |
| 1810 | Fantasie G-Dur für Klavier zu 4 Händen (D1) |
| 1811 | vermutlich erste Entwürfe zu einer Ouvertüre und einer Sinfonie Lied Hagars Klage (D 5) |
| 1812/13 | Komposition mehrerer Streichquartette, darunter Streichquartett in C (D 32), Streichquartett in B (D 36). Der Geistertanz (D 15, D 15A) |
| 1813 | Nach dem Ende der Konviktszeit kehrt Schubert nach Hause zurück Symphonie Nr. 1 in D (D 82), Oktett in F für Bläser (D 72), Streichquartett in B (D 68) |
| 1813-1814 | Besuch eines Kurses an der Lehrerbildungsanstalt der Normalhauptschule St. Anna Beginn der Arbeit als Lehrergehilfe |
| 1814 | Bekanntschaft mit Johann Mayrhofer. In den folgenden Jahren vertont Schubert einige Gedichte Mayrhofers. Des Teufels Lustschloss (D ), Gretchen am Spinnrade op. 2 (D 118), Sinfonie Nr. 2 in B (D 125) |
| 1815 | Bekanntschaft mit Franz von Schober. Schubert komponiert ca. 145 Lieder (darunter Erlkönig (D 328) und Rastlose Liebe (D 138)), die Sinfonie Nr. 3 in D-Dur (D 200), die Messe in G (D 167), die Messe in B (D 324), die Bühnenwerke Der vierjährige Posten (D 190), Fernando (D 220), Die Freunde von Salamanka (D 326) und Claudine von Villa Bella (D 239), letztere nur Fragment. |
| 1816 | Schober drängt Schubert zur Aufgabe des Schuldienstes, damit er sich ganz der Musik widmen kann. Als eine Folge bewirbt sich Schubert als Musiklehrer in Laibach, bleibt jedoch erfolglos Im Dezember gibt Schubert vorübergehend den Schuldienst auf und zieht mit Schober zusammen zu dessen wohlhabender Mutter, wo Schubert eine Fülle von Liedern, z. T. auf Texte von Goethe und Mayrhofer, komponiert. Sinfonie Nr. 4 in c (D 417), Sinfonie Nr. 5 in B (D 485) |
| 1817 | Im Hause von Schobers Mutter lernt Schubert den Sänger Johann Michael Vogl kennen. Hier entstehen auch die ersten Klaviersonaten. Sonate in a (D 537), Sonate in Es op. post. 122 (D 568), Sinfonie Nr. 6 (D 589), Ouvertüre "im italienischen Stile" in D (D 590), Ouvertüre "im italienischen Stile" in C op. post. 170 (D 591), An die Musik op. 88,4 (D 547), Die Forelle op. 32 (D 550) |
| 1818 | Schubert quittiert endgültig den Schuldienst und nimmt eine Stellung als Musiklehrer der Kinder des Grafen Johann Esterhazy in Zseliz an. Der anfängliche Optimismus weicht jedoch bald der Sehnsucht, nach Wien zurückzukehren. In Zseliz komponiert Schubert ein Deutsches Requiem (D 621) für seinen Bruder Ferdinand, der dieses Werk als sein eigenes ausgibt. Weitere Kompositionen: Einsamkeit (D 620), Polonaisen für Klavier 4händig (D 599), Deutsches Requiem (D 621) |
| 1818 | im November Rückkehr nach Wien, Schubert logiert bei Mayrhofer. Sonette (D 628), (D 629), (D 630), Sonate in B für Klavier zu 4 Händen op. 30 (D 617), Fantasie in C für Klavier (D 605A), Leise, leise laßt uns singen (D 635) |
| 1819 | Erstmals wird ein Lied Schuberts öffentlich gesungen. Im Sommer begleitet Schubert Vogl nach Steyr Forellenquintett (D 667), Nachtstück (D 672), Prometheus (D 674), Messe in As (D 678) |
| 1820 | Lazarus oder: Die Feier der Auferstehung (D 689). |
| 1821 | Schubert zieht bei Mayrhofer aus. Schubert ist Gast von Schober in Atzenbrugg. Als erstes Werk Schuberts erscheint der Erlkönig im Druck. Ihm folgen weitere Lieder und im November 36 Original-Tänze. Alfonso und Estrella (D 732) |
| 1822 | Schubert wohnt bei Schober. Freundschaft mit Moritz von Schwind und Bekanntschaft mit dem Lustspieldichter Eduard von Bauernfeld. Schubert erkrankt (vermutlich) an Syphilis. Wanderer-Fantasie (D 760), Sinfonie Nr. 7 in h (D 759) |
| 1823 | Schwere Krankheit. Begegnung mit Carl Maria von Weber. Hauptsächlich entstehen in diesem Jahr Klavierwerke, darunter 34 Valses sentimentales op. 50 (D 779), Moments musicaux op. 94 (D 780), Sonate in a op. post. 143 (D 784), Zwölf Deutsche op. post. 171 (D 790). Außerdem komponiert Schubert Die schöne Müllerin op. 25 (D 795) und die Oper Fierabras (D 796). |
| 1824 | Erneute Tätigkeit als Musiklehrer der Familie Esterhazy. Oktett in F op. Post. 166 (D 803), Streichquartett in a op. 29 (D 804), Streichquartett in d ("Der Tod und das Mädchen") (D 810), Sonate in a für Arpeggione und Klavier (D 821) |
| 1825 | Schubert übersiedelt in die Nachbarschaft von Schwinds. Die Schubertiaden werden nach kurzer Unterbrechung wieder aufgenommen. Hoffnungen Schuberts, eine seiner Opern in Berlin auf die Bühne zu bringen, zerschlagen sich. Im Mai bricht Schubert mit Vogl zu einem ausgedehnten Urlaub auf (Gmunden, Linz, Gastein), in dem einige Werke entstehen: Das Heimweh (D 851), Die Allmacht (D 852), die Sonate in D (D 850). Erste Arbeiten einer Sinfonie in C (vermutlich Vorarbeiten zur Sinfonie in C (D 944)). Sonate in a op. 42 (D 845) |
| 1826 | Schubert erregt durch seine Sonate in a op. 42 auch in Deutschland und der Schweiz Aufmerksamkeit. Erfolglose Bewerbung auf die Stelle des Vizehofkapellmeisters in Wien. Rondo in h für Violine und Klavier op. post. 99 (D 898) |
| 1827 | Beginn der Arbeit an der Winterreise op. 89 (D 911). Besuch bei Beethoven. Am 26. März Tod Beethovens. Beim Leichenzug ist Schubert unter den Fackelträgern. Klaviertrio in Es (D 929), Impromptus op. 90 (D 899), Impromptus op. Post. 142 (D 935) |
| 1828 | Vollendung der Sinfonie in C (D 944). Am 26. März erstes und einziges öffentliches Konzert ausschließlich mit Werken Schuberts zu dessen Lebzeiten. Trotz schwerer Krankheit meldet sich Schubert bei S. Sechter zu Kontrapunktstudien an. Fantasie in f für Klavier zu 4 Händen (D 940), Mirjams Siegesgesang op. post. 136 (D 942), Streichquintett in C op. post. 163 (D 956), 13 Lieder nach Gedichten von Rellstab und Heine ("Schwanengesang") (D 957). Schubert stirbt am 19. November in Wien |