| 1685 | Georg Friedrich Händel am 23. 2. in Halle an der Saale geboren |
| ca. 1695 | Der Vater schickt Georg Friedrich zu dem Organisten und Komponisten Fr. Zachow in die Lehre, obwohl er Bedenken gegen den Beruf des Musikers hat. Bei Zachow erhält Händel Cembalo-, Orgel- und Kompositionsunterricht, er erlernt auch die Grundlagen des Violinspiels. Möglicherweise erste Kompositionen (Kantaten oder geistliche Konzerte) |
| 1697 | Reise nach Berlin (noch in Begleitung des Vaters, Datierung ungewiß: möglicherweise war Händel zweimal in Berlin: 1697 und 1702). Kurfürst Friedrich III. schlägt vor, Georg Friedrich nach Italien zur Ausbildung zu schicken, was der Vater jedoch ablehnt. |
| 1697 | Tod des Vaters |
| 1701 | erstes Zusammentreffen mit Telemann |
| 1702 | Immatrikulation an der Universität Halle. Kurz darauf wird Händel auf Empfehlung Zachows an der reformierten Dom- und Schloßkirche als Organist angestellt. Es ist jedoch nur eine Übergangsstelle. |
| 1703 | Händel reist nach Ende der Probezeit seiner Organistenstelle nach Hamburg. Bekanntschaft mit Mattheson. Im August reisen Mattheson und Händel nach Lübeck, da sie Interesse an der Nachfolge Buxtehudes als Marienorganist haben. Die Bedingungen für diese Amtsübernahme sagen ihnen jedoch nicht zu Händel arbeitet daraufhin zunächst im Orchester der Gänsemarkt-Oper unter Reinhard Keiser |
| 1704 | Die Gänsemarkt-Oper wird geschlossen. Händel verdient seinen Lebensunterhalt durch Unterrichten. |
| 1705 | Uraufführung der ersten beiden Opern Händels: Almira, Königin von Kastilien HWV 1 und Die durch Blut und Mord erlangte Liebe oder: Nero HWV 2. Während Almira sehr erfolgreich war, wurde Nero nach drei Aufführungen abgesetzt. |
| 1706 | Händel reist möglicherweise auf eine Einladung des Erbprinzen F. de Medici nach Italien |
| 1707 | Eintreffen in Rom, über Venedig (?) und Florenz kommend. Händel macht sich schnell einen Namen als Virtuose und erhält von verschiedenen Stellen zahreiche Kompositionsaufträge. Bekanntschaft mit Corelli. |
| 1709 | Händels Oper Agrippina HWV 6 in Venedig uraufgeführt |
| 1710 | Händel folgt einer Einladung an den Hof in Hannover. Noch im gleichen Jahr wird er zum Hofkapellmeister ernannt. Erste Reise über Düsseldorf nach London |
| 1711 | erste Oper Händels für London: Rinaldo HWV 7a (aufgeführt am Haymarket-Theater) |
| 1712 | zweite Reise nach London. Opern Il Pastor fido HWV 8a und Teseo HWV 9 (aufgef. ebenfalls am Haymarket-Theater) |
| 1713 | Niederlassung in London |
| 1715/1716 | erfolglose Bewerbung um die Kantoratsstelle in Hamburg (?) mit der Passion Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesus HWV 48 nach einem Text von Brockes |
| 1716 | Reise nach Deutschland im Gefolge des Königs. |
| 1717 | Schließung des Haymarket Theaters. |
| 1717/1718 | längerer Aufenthalt in Cannons bei James Brydges, dem Earl of Carnarvon. Komposition einiger Anthems, früher fälschlich als Chandos-Anthems bezeichnet |
| 1719 | im Mai Gründung eines neuen Opernunternehmens, der Royal Academy of Music. Die Leitung wird Händel übertragen. Noch im Mai Abreise Händels nach Deutschland, um Sänger für das neue Unternehmen zu engagieren. Rückkehr im November |
| 1720 | Eröffnung der Royal Academy of Music mit zwei Opern, darunter Radamisto HWV 12. Händel erwirkt das alleinige Druckrecht seiner Werke für 14 Jahre. Druck der acht Suites de Pieces pour le Clavecin HWV 426-433 |
| 1720-1727 | Händel komponiert für die Saisons der Royal Academy mehrere Opern, darunter: |
| 1721 | Floridante HWV 14 |
| 1723 | Ottone HWV 15, Flavio HWV 16. Händel mietet sich ein Haus in der Lower Brook Street, in dem er bis zu seinem Tode lebt. Komposition des Giulio Cesare HWV 17 |
| 1724/1725 | Tamerlano HWV 18, Rodelinda HWV 19 |
| 1725/1726 | Scipione HWV 20 |
| 1727 | Händel wird auf seinen Antrag hin die englische Staatsbürgerschaft verliehen |
| 1728 | Die Royal Academy wird aufgrund finanzieller Schwierigkeiten und wegen des Erfolgs der Beggar's Opera aufgelöst. |
| 1729 | Am Haymarket Theater soll die Produktion italienischer Opern für fünf Jahre fortgesetzt werden, Händel reist nach Italien, um Sänger anzuwerben |
| 1729-1734 | Aufführungen Händelscher Opern und Oratorien in den Akademien am Haymarket Theater, darunter |
| 1729/1730 | Lotario HWV 26, Partenope HWV 27 |
| 1731/1732 | Sosarme HWV 30, das Oratorium Esther (HWV 50a bzw. in einer überarbeiteten Fassung HWV 50b) |
| 1732/1733 | Orlando HWV 31, Oratorium Deborah HWV 51 |
| 1734 | Arianna in Creta HWV 32. Händels Vertrag mit dem Betreiber des Haymarket Theaters, Heidegger, läuft aus, er wechselt daher zum Theatre Royal in Covent Garden |
| 1734-1741 | Händels Erfolg nimmt trotz zahlreicher neukomponierter Opern langsam ab. Seine Gesundheit leidet unter den Anstrengungen. |
| 1735 | Händel spielt erstmals ein Orgelkonzert (HWV 293) in einer Aufführung eines seiner Oratorien (Athalia HWV 52, 1734) |
| 1741 | Imeneo HWV 41 und Deidamia HWV 42 als letzte italienische Opern Händels uraufgeführt, der sich immer gröberen Anfeindungen ausgesetzt sieht. In der folgenden Zeit konzentriert sich Händel auf die Komposition und Aufführung von Oratorien. |
| 1741-1742 | Reise nach Dublin, für die er den Messiah HWV 56 komponiert. Der Aufenthalt in Irland wird für ein Händel eine Genugtuung. |
| ab 1743 | nach seiner Rückkehr nach London führt Händel regelmäßig neue Oratorien auf (Samson HWV 57, The Story of Semele HWV 58, Joseph and his brethren HWV 59 sowie den Messiah) |
| 1746 | Händel wird Ehrenmitglied der Correspondierenden Societät der musikalischen Wissenschaften in Leipzig, der ein Jahr später auch Bach beitritt |
| 1747 | Judas Maccabaeus HWV 63, Joshua HWV 64, Concerto a due cori HWV 333 |
| 1749 | Händel erhält von König Georg II. den Auftrag, eine Festmusik zu schreiben. Zur Probe der Music for the Royal Fireworks HWV 351 sollen über 12.000 Menschen gekommen sein. |
| 1750 | letzte Reise nach Deutschland und Holland (August - Dezember) |
| 1751-53 | Beginn einer Augenkrankheit, die schließlich zur Erblindung Händels führt. Trotz der sich verschlechternden Gesundheit nimmt Händel noch weiterhin an Oratorienaufführungen teil und spielt eigene Orgelkonzerte. |
| 1758 | Augenoperation durch John Taylor (der zuvor schon Bach operiert hatte), die jedoch zu keinem Erfolg führt |
| 1759 | Georg Friedrich Händel stirbt am 14. April in London |